BürgerEnergiegenossenschaft Raum Neuenstadt eG
„Kleine Gase – große Wirkung“

Noch nie in der Menschheitsgeschichte war der CO2-Gehalt in der Atmosphäre höher als im vergangenen Jahr und 2019 ist auf dem Weg, den Wert zu toppen. In den letzten 30 Jahren ist er um fast 50% auf 420 ppm angestiegen. Der materielle Wohlstand, den unsere Generation zweifelsohne geschaffen hat, verändert, ja, zerstört damit zugleich die Lebensgrundlagen kommender Generationen. Der Klimawandel wird immer bedrohlicher und er kommt viel rascher als erwartet. Wer noch immer Zweifel hat, dass der Klimawandel menschengemacht ist, für den hält die BERN das  kleine Buch mit dem obigen Titel bereit. Mitglieder erhalten es kostenlos auf Anforderung: info@buergerenergie-raum-neuenstadt.de oder Tel. 9308680 –bitte den Anrufbeantworter nutzen.

Verband feierte am 5. Oktober sein 10jähriges Bestehen

Im Ländle sei das Netz der BürgerEnergiegenossenschaften am dichtesten, meinte der Behördenchef des Umweltministeriums auf der Feier des VBBW (Verband der BürgerEnergiegenossenschaften in Baden Württemberg) nicht ohne Stolz und kündigte eine Solaroffensive des Ministeriums an. 27% mache der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in BW aus, 9% davon entfalle auf die Photovoltaik. Beim Kohleanteil liege BW nach NRW an zweiter Stelle und da Atom- wie Kohleverstromung eingestellt würden, müsse die Solarstromerzeugung ausgebaut werden. Den BürgerEnergiegenossenschaften komme dabei eine bedeutende Rolle zu. Die BERN ist Mitglied im VBBW und hofft, dass die Initiative rasch und wirkungsvoll kommt. In den vergangenen 10 Jahren herrschte eher Flaute beim Zuwachs vor Ort: die BERN-Kapazität hat jährlich nur 1% zulegen können.

BERN-Homepage nutzen

Im Amtsblatt können nicht alle Berichte der BERN zum Klimaschutz oder über eigene Aktivitäten erscheinen; der Verlag lässt manche Informationen nicht mehr zu und verweist auf das Redaktionsstatut.

Wer vollständig informiert sein möchte, sollte daher ergänzend die BERN-Homepage nutzen: www.bernstrom.de . In der Rubrik „Aktuelles“ sind die Berichte komplett und chronologisch geordnet für Sie zum Lesen aufbereitet.

Die Solarstromerzeugung im September

erreichte mit 107.200 kWh nur 90% des Vorjahreswerts. In den vergangenen 9 Monaten haben die 7 BERN-Anlagen knapp 1.030.000 kWh Strom erzeugt, etwa genau so viel wie im Vorjahr.

Das Klimapaket

der Bundesregierung liegt vor und hat viel Kritik geerntet: es sei nur ein Päckchen und kein Paket und der Inhalt reiche nicht, die selbstgesetzten Klimaziele zu erreichen. Auch die BERN hätte sich ein rascheres und mutigeres Vorgehen gewünscht. Wenn wir Deutsche mit unserer Lebensweise im Schnitt 10 to CO2 im Jahr emittieren und damit doppelt so viel wie die Weltbevölkerung, dann wäre das auch bitter nötig. Für mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gibt das Paket leider auch keine Impulse, wenigstens aber soll der 52-Gigawatt-Deckel des EEG wegfallen, der für den Zubau kleiner Solarstromanlagen bis 750 kWp wohl das AUS bedeutet hätte. Die BERN hofft ja immer noch, irgendwann eine PV-Freiflächenanlage auf der Markung bauen zu können.

Glückwunsch für das 500. Mitglied der BERN
Vor 10 Jahren wurde die BürgerEnergie Raum Neuenstadt eG (BERN) als kleine örtliche Solarstrom“fabrik“ gegründet. Die 8jährige Emma Gebhard ist ihr 500. Mitglied und konnte sich über einen Eis-Gutschein freuen. Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Norbert Heuser und Ines Schöll von der BERN-Geschäftsstelle überreichten ihrer Mutter das Buch „Kleine Gase-große Wirkung“. Tina Gebhard: „Unsere dreiköpfige Familie ist komplett beigetreten und nutzt auch den Bürgerstrom der BERN. In Zeiten des Klimawandels ist es doch toll, so ein Angebot vor Ort zu haben.“
Die BERN, so Vorstand Kurt Herdtweck, erzeugt heute durch 7 eigene Photovoltaikanlagen (PV) und 4 Windkraftbeteiligungen jährlich rund 2,8 Millionen kWh erneuerbare Energie und will ihre Kapazität mindestens verdoppeln. Eine PV-Freiflächenanlage im autobahnnahen Vorranggebiet ist in Planung. Eine weitere Windkraftbeteiligung ist bereits eingegangen, steckt aber, wie fast alle Windkraftplanungen, im Genehmigungsdschungel fest. Dafür geht es beim Absatz von Bürgerstrom voran, bei dem die BERN mit der Bürgerwerke eG, Heidelberg kooperiert. Über 100 weitere Energiegenossenschaften sind ebenfalls Mitglied dieses leistungsfähigen Netzwerks mit dem Ziel, den von Bürgern erzeugten Strom auch durch die Bürgern zu nutzen. Seit 2018 ist das auch im Raum Neuenstadt möglich und die BERN hat aktuell eine Jahresmenge von 350.000 kWh unter Vertrag. „Bürgerstrom ist Ökostrom mit lokalem Mehrwert“, meint Vorstand Herdtweck dazu, und peilt als Absatzziel vorerst einmal die gesamten regional erzeugten 2,8 Mio kWh an – genug für etwa 900 Haushalte. Das Angebot richte sich ja nicht nur an Mitglieder, sondern an alle Stromverbraucher. „Ökostrom zu nutzen sei ein ebenso leichter wie notwendiger Beitrag zum Klimaschutz.“
Die BERN ist gespannt auf die Entscheidungen des Klimakabinetts und hofft, dass Wettbewerbsverzerrungen beseitigt werden und die Bremsen für den Ausbau der erneuerbaren Energien wegfallen. „Dann können wir endlich wieder investieren – unsere Mitglieder warten schon lange darauf.“

10 Jahre BERN –Rückblick und Ausblick

Als die BERN im Jahr 2009 gegründet worden ist und gleich eine 1 MWp große PV-Anlage finanziert hat, wollten wir damit einen ersten Beitrag zur Energiewende leisten, dem weitere große Schritte folgen sollten. Ein Zeitziel hatten wir uns nicht gesetzt, aber ein Vielfaches der ersten Investition schien uns so notwendig wie machbar. Erreicht haben wir in 10 Jahren nicht mal eine Verdoppelung, sondern einen PV-Kapazitätszuwachs von beschämenden 1%/Jahr. Mit einem solchen Ausbau“tempo“ ist eine weitgehende Energiewende im Raum Neuenstadt Utopie.

Das gilt besonders mit einem Blick auf die noch größeren Utopisten: Die Fridays-for-Future-Bewegung fordert ein klimaneutrales Deutschland bis 2030, also in einem Zeitraum von 10 Jahren. Wow, da sehen wir alt aus. 

Aber nicht nur wir, leider. Die Fa. Solarcomplex, mit der wir einen Windpark im Südschwarzwald errichten wollen (der vor Gericht und blockiert ist), schreibt in ihrem Newsletter:

Die Forderungen der überwiegend jungen Menschen werden aus gutem Grund drängender, denn die Verheißung eines immerwährenden Wohlstands auf Basis fossiler Energien lässt sich nicht mehr halten. Der Raubbau an den Naturressourcen wird ihre Zukunft definitiv schwieriger und nicht (wie bei den Generationen zuvor) besser machen. Das haben sie erkannt und dagegen protestieren sie. 

An diesem Scheitelpunkt geraten auch die politischen Ideologien der jüngeren Vergangenheit massiv unter Druck. So fordern Vertreter des Liberalismus hartnäckig "Klimaschutz ohne Verbote" und verdrängen damit, dass die offensiv ausgelebte Freiheit von gerade mal zwei Generationen (seit etwa 1950) uns erst die Krise eingebrockt hat, in der wir uns heute kollektiv befinden 

Es ist sonnenklar (welch schöner Begriff), dass die Menschheit sich wird beschränken müssen. Entweder freiwillig, somit aus Einsicht und durch "Regeln". Ein Wort, das viel leichter akzeptiert wird als "Verbote". Oder unfreiwillig, durch eine anhaltende und schmerzvolle Anpassung an schwindende Lebensräume. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen: Die dicht besiedelten Küstenregionen werden vom steigenden Meeresspiegel bedrängt, die vermeintlich gemäßigten Klimazonen von der Ausbreitung der Wüsten (auch im Mittelmeerraum) und dort wo es sich noch einigermaßen gut leben lässt, kommen die vielen hin, die es "zuhause" nicht mehr aushalten. 

"Klimaschutz ohne Verbote" ist Eskapismus pur und erklärt die Leute für blöd. Würde man "Klimaschutz ohne Gesetze" sagen, würde der Blödsinn noch offensichtlicher. Selbstverständlich benötigt man in einer existentiellen Krise neue Regeln, neue Gesetze und auch Verbote.

Falsch verstandene Freiheitsliebe gefährdet die Freiheit vieler Menschen, die heute auf dem Planeten leben, und erst recht das Leben und die Freiheit künftiger Generationen. Sie meint in letzter Konsequenz die "Freiheit zum Untergang". Statt sich an dem Kampfbegriff der "Verbote" abzuarbeiten, sollten freiheitsliebende Menschen diskutieren, wie die neuen Regeln fürs kollektive Überleben aussehen sollen.

"Niemand fährt mit dem Auto schneller als 120 km/h", das ist so eine Regel. Noch dazu eine sehr vernünftige. Neben den damit verbundenen Einsparungen an Treibstoff und Treibhausgasen, neben der Reduktion an Unfällen und damit menschlichem Leid bringt sie eine zentrale Erkenntnis zum Ausdruck: Wir müssen uns beschränken und wir tun es freiwillig. 

Dem ist von der BERN nur hinzuzufügen: freiwillig und jetzt, nicht erst, wenn es zu spät ist.

Und wann ist es zu spät?

Wenn der Permafrostboden auftaut und die darin gebundenen riesigen Mengen an Methan freigesetzt werden. Der oberste Meter sei schon am Tauen oder aufgetaut. Dies bedeutet leider, dass die Klimawissenschaftler mit ihren Vorhersagen zur Entwicklung des Klimawandels recht gehabt haben, nur mit einer nicht: er kommt noch schneller als erwartet.

Die Solarstromerzeugung im August

belief sich auf  141.000 kWh, im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung. In den ersten 8 Monaten dieses Jahres sind damit wie im Vorjahr 921.000 kWh erreicht.

60% der Privathaushalte

würden gerne mehr erneuerbare Energien nutzen oder Energie selbst erzeugen, gibt das jüngst veröffentlichte „Energiewendebarometer 2019“ der staatlichen Förderbank KfW zu wissen. KfW-Ökonom D. Röder: „Der weitere Einsatz von erneuerbaren Energien ist dringend vonnöten.“ Der Ausstoß von Treibhausgasen müsste deutlich stärker verringert werden, um die Klimaschutzziele für 2030 zu erreichen. Das betrifft den Verkehr (Auto), die Heizung und den Strom. Der Umstieg auf erneuerbare Energien fällt beim Strom wegen der vielen Öko- und Bürgerstromangebote am leichtesten. Bürgerstrom ist Ökostrom mit lokalem Mehrwert. Sie erhalten ihn auch in Neuenstadt und Langenbrettach.

Immer mehr Bürger

schätzen die BERN und werden Mitglied. 2018 ist die Zahl der Mitglieder um 10% gewachsen und in 2019 hat sich dieser Trend bislang fortgesetzt, obwohl nur noch ein Geschäftsanteil für 300 € gezeichnet werden kann. Informationen und Formulare zum Download gibt es unter www.buergerenergie-raum-neuenstadt.de

Nachhaltigkeit

war das Leitthema eines bunten, vielfältigen und fröhlichen Kirchweihmarkts in Stein a.K., das für eine lebenswerte Zukunft dieser vitalen Ortschaft steht. Eine solche Zukunft wird es nur mit einem raschen Umstieg auf erneuerbare Energien und einem Stopp der CO2-Emissionen geben. Dazu braucht es viel mehr PV-Anlagen und viel mehr Ökostrom in Haushalten, Unternehmen und öffentl. Einrichtungen. Für diesen notwendigen Beitrag zum Klimaschutz hat die BERN an ihrem Stand geworben, u.a. mit dem hochinteressanten Büchlein „Kleine Gase – große Wirkung“, das kostenlos an die Mitglieder abgegeben wurde und wird.

Wohlstands- und Investitionsmotor

sei unser Wirtschaftssystem, aber mit seiner Wachstums- und Profitorientierung zerstöre es unsere Lebensgrundlagen, verschwende endliche Ressourcen, vermülle Land, Wasser, Luft, beute aus, bewirke extreme Ungleichheit und heize die Erde über die Maßen auf, so listet A. Zielcke in der SZ das „Sündenregister“ des Kapitalismus auf. Ist denn tatsächlich das Eine nicht ohne das Andere zu haben? Zielcke zitiert J. Gamble: „soweit es der Markt nicht ohnehin erzwingt, dürfen Unternehmen allein dem Gebot der Profitmaximierung gehorchen, auch auf Kosten der Belegschaft, der Umwelt, des Staates (z.B. Steuervermeidung). Das ist bei Großunternehmen durch Aktionäre sogar einklagbar.“ Reine Profitmaximierung sei „legalisiertes asoziales Verhalten“. Dem Staat gelinge es nicht, das System zu zähmen. D. Drewes von der HN-Stimme meint zur Nitrat-Belastung: „Es bleibt politischer Unsinn, das Nitrat zuerst über die Gülle in die Erde zu bringen, um es mit hohem Aufwand (aus dem Grundwasser) wieder auszufiltern“. Da fällt einem Hamlet ein. „Ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode“, denn gegen zu viel Stickoxide in der Luft installieren Kommunen Mooswände und Filterapparate und gegen zu viel CO2 in der Atmosphäre werden technische Verfahren entwickelt, die es wieder herausholen und einlagern sollen. Warum nicht gleich Nitrat, Stickoxide und CO2 reduzieren? Weil es die Wirtschaft etwas kostet und Umsatz, Ertrag und Profit mindert. Die Folge wären womöglich weniger Beschäftigung und weniger Steuereinnahmen für den Staat und beides fürchten Parteien, die ja immer an die nächste Wahl denken (müssen). Also läuft es trotz aller Warnungen der Wissenschaft gerne „weiter so wie immer“. Die zwangsläufig (?) entstehenden Umweltschäden erfordern Reparaturmaßnahmen und die sind systemgerecht: sie bedeuten zusätzliche Beschäftigungs-, Umsatz- und Profitchancen und erhöhen das Bruttosozialprodukt. Wer am Ende dafür bezahlt? Drewes meint beim Nitrat, das dürfe nicht der Bürger sein. Aber bei vielen Umwelt- und Klimaschäden lässt sich ein einzelner Verursacher nur schwer ermitteln und heranziehen. Also trifft es dann doch die Allgemeinheit. J. Gamble setzt seine Hoffnung übrigens nicht auf den Staat, sondern auf die Unternehmen. Die müssten nur jeweils selbst das Gemeinwohl in ihre unternehmerischen Entscheidungen systemisch integrieren. Tatsächlich gibt es schon solche Unternehmen – aber zu wenige und nötig wären alle. Also braucht es wohl doch den Staat, seine Gesetze und ihre Durchsetzung. Auf die im September anstehenden Entscheidungen des Klimakabinetts der Bundesregierung darf man gespannt sein.  

48,1 Millionen kWh betrug die Windstromerzeugung

der vier Windparks, an denen die BERN beteiligt ist im 1. Halbjahr 2019. Das sind 9% mehr als im Vorjahr und 63% des Jahres-Sollwerts. Die Erzeugung könnte um 20 Mio kWh höher liegen, wenn das fünfte und voll genehmigte Projekt nicht vor Gericht blockiert wäre. Das geht vielen anderen Projekten auch so und deswegen kommt die Energiewende nicht schnell genug voran. Je länger aber Kohlekraftwerke weiter laufen (müssen), weil erneuerbare Energien fehlen, desto mehr heizt sich die Atmosphäre weiter auf.

Der BERN-Anteil am Windparkstrom ist mit 1.114.000 kWh bescheiden. Zusammen mit dem Solarstrom wurden im 1. Halbjahr aber immerhin knapp 1,9 Mio kWh erzeugt. Reicht das? Natürlich nicht. Folgt man dem Klimaschutzplan der Stadt sollte die Erzeugungskapazität mindestens um den Faktor 5 höher liegen!

Marktversagen – Staatsversagen ?

Von 1879 bis 1979 hat sich der CO2-Gehaltder Atmosphäre von 290 auf 334 ppm erhöht und in nur 40 Jahren - noch rasanter - auf heute 415 ppm, obwohl damals schon klar war, dass damit verheerende Klimaveränderungen verbunden sein könnten. Prof. Dr. D. Cansier stellte in seinem 1980 bei der Landeszentrale für politische Bildung BW erschienen Aufsatz für die BRD fest: „ Die Umweltpolitik hat das CO2-Problem bislang vernachlässigt.“ Im gleichen Heft sprach Prof. Dr. W.J. Mückl  im Blick auf die damalige „Verschmutzung und Schädigung der Umwelt“ von einem Marktversagen. Die freie Marktwirtschaft gebe den Individualinteressen (zu) viel Raum, was zu einer Überbewertung der Gegenwartsinteressen führe und folgert: „Der Staat muss – und dies ist eine seiner wichtigsten wirtschaftspolitischen Ziele -auch Sachwalter der Zukunftsinteressen der Gesellschaft sein.“ Kinder und Ungeborene hätten aber keine politische Lobby. Die Interessen künftiger Generationen würden, wenn überhaupt, nur sehr begrenzt und unvollkommen berücksichtigt. Es würden also nicht nur Maßnahmen bevorzugt, deren Nutzen den Wählern zugute kommen, es würden auch die Kosten dieser Maßnahmen gerne auf die Zukunft abgewälzt. 1.967 Milliarden € soll die Staatsschuld der BRD (31.12.2017) betragen.

Das Dilemma hat sich in den vergangenen 38 Jahren nicht aufgelöst – die Probleme aber sind um ein Vielfaches größer geworden und drohen uns/der Menschheit über den Kopf zu wachsen. Wird es mit dem kostenfreien Ausstoß von Treibhausgasen bald ein Ende haben? Traut sich die Politik einen CO2-Preis festzusetzen und – werden wir Bürger als Verbraucher ihn auch akzeptieren?

Dort steht: „Wenn die Summe der installierten Leistung der Solaranlagen [..] 52 000 Megawatt überschreitet, verringern sich die anzulegenden Werte [..] auf null“. Damals lag die 52 GW-Grenze in weitere Ferne, doch langsam rückt dieser Zeitpunkt näher. Und warum sind es gerade 52 GW? Ganz einfach: Diese Zahl von 52 GW wurde im Jahr 2010 als deutsche Ziele für 2020 im Nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energien an die EU gemeldet.

Wann wird die Grenze erreicht?

Laut den aktuell veröffentlichten Marktzahlen der Bundesnetzagentur wurden in den Jahren bis 2010 insgesamt 10,6 GW PV-Leistung aufgebaut, bis Ende 2018 kamen weitere 35,4 GW hinzu. Im ersten Halbjahr 2019 wurden nun 2 GW neu aufgebaut, so dass zum 30.06.19 die Gesamtleistung bei 48 Gigawatt liegt. Wenn nun mit 2 GW pro Halbjahr fortgeschrieben wird, wird der Deckel in 12 Monaten erreicht. Doch das ist nur Theorie. In der Praxis wird sich ein anders Verhalten zeigen: Wird der Deckel nicht zügig abgeschafft, wird eine Rallye beginnen, wie sie früher an Stichtagen der Fördersenkung zum Jahresende schon zu beobachten waren. Es ist zu befürchten, dass viele Projekte schneller gebaut werden sollen, schon Ende dieses und Anfang kommenden Jahres könnte die Nachfrage deutlich steigen. Damit erhöht sich aber die Geschwindigkeit, der Deckel rückt dann noch schneller näher. Und die Konsequenzen? Der Markt könnte verrückt spielen, Lieferzeiten, Preissprünge und Chaos auf den Baustellen sind die Folge. Sicherlich wird auch die Qualität der installierten Anlagen leiden.

Was wäre ohne EEG-Vergütung?

In den vergangenen Monaten gab es einige Berichte von geplanten PV-Anlagen, die auch ohne EEG-Vergütung auskommen. Zum Beispiel projektiert die EnBW derzeit eine Anlage mit über 150 MW in Brandenburg, die in der Öffentlichkeit viel Beachtung erfahren hat, weil sie keine Vergütung benötigt. Doch klar ist: Das sind große Einzelprojekte, von denen auch in Zukunft sicher nur wenige Anlagen realisiert werden können. Bei „kleinen“ Anlagen ist das nicht möglich. 

Im dritten Abschnitt der Grafik ist die temperatur-induzierte Anregung der kohlenstoffhaltigen Klimagasemissionen (Methanol, CO2 und Lachgas) angedeutet, die unter dem Stichwort "Kippelemente" bekannt geworden sind. Das Klima beginnt zu kippen. Dies ist ein Vorgang der eine beunruhigende Beschleunigung entwickelt. Je wärmer es wird, desto mehr zusätzliche Klimagase werden emittiert und erzeugen ihrerseits einen noch schnelleren 'Temperaturanstieg.
Die neuesten alarmierenden Erkenntnisse finden sich unter [link: https://www.pnas.org/content/115/33/8252, Trajectories of the Earth
System in the Anthropocene]

Abschnitt 4

Der Gesetzgeber hat die Energiewende zu lange vernachlässigt. Daher rührt jetzt die Eilbedürftigkeit, die sich aus dem vierten Abschnitt der
Grafik ergibt.

Die schlimmste aller Erkenntnisse ist die Tatsache, dass wir bei Berücksichtigung der klimawissenschaftlichen Ergebnisse kaum noch eine
Chance haben, als Menschheit zu überleben.

Die weit verbreitete Vorstellung, dass uns noch ein begrenztes Kontingent an CO2-Emissionen zur Verfügung stünde ist geradezu absurd.
Das Gegenteil ist der Fall. Die Industrie hat so viel Kohlenstoff aus dem Erdboden geholt und verbrannt, dass der vorindustrielle CO2-Gehalt
der Atmosphäre von 250 ppm auf über 400 ppm angestiegen ist. Damit haben wir die atmosphärische Heizung weit aufgedreht. Es genügt jetzt nicht, wenn wir aufhören die Heizung noch weiter aufzudrehen. Wir müssen sie wieder zudrehen und zwar so schnell wie möglich.

Für die Energiewende und das Ziel der Bundesregierung, 65 Prozent der Stromerzeugung bis 2030 aus erneuerbaren Energien bereitzustellen, brauchen wir einen jährlichen Photovoltaik-Zubau von zehn Gigawatt. In den letzten Jahren lag dieser bei zwei bis drei Gigawatt.

Atom- und Kohlestrom-Ausstieg mit TERRA Energiewende

Diese Nachricht wurde mit sauberem Strom der Elektrizitätswerke Schoenau EWS erstellt! 100% Kohle- und Atomstromfrei!

Wechseln Sie doch auch zu Ökostrom und zur Gasversorgung aus Schönau!

TERRA Energiewende hat eine Kooperation mit EWS Schönau:

Mit Ökostrom und Gas & Biogas von den EWS die doppelte persönliche Energiewende - hier und in Entwick­lungsländern - vollziehen 

Die Auftragsformulare können unter

www.schoepfung-bewahren.de/energiewende.php

herunter geladen oder bei der Kontaktadresse angefordert werden.

Infos über Projekte in Entwicklungsländer:

> http://www.schoepfung-bewahren.de/doc/FlyerEnergiewende_2019-02-02.pdf

  • Strom-Kostenvergleich Elektrizitätswerke Schönau EWS gegenüber Energie Baden-Württem­berg EnBW:

Beim Kostenvergleich werden Sie feststellen, dass EWS preiswerter als EnBW ist

Zusätzlich ha­ben Sie noch den ökologischen Vorteil, dass Sie 100% Erneuerbaren Strom ohne fossilen und ato­maren Anteil beziehen!

Außerdem leisten Sie einen Beitrag zur Doppelten Energiewen­de, nämlich hier und in Entwicklungsländern!

Wir machen aber auch gerne einen Kostenver­gleich für Ihren spezi­ellen Fall. Bitte schicken Sie dazu eine Kopie Ihrer letzten Stromrechnung an: Walter Trautwein, Rosengarten 16, 76228 Karlsruhe, Tel. 0721-943 10 820, walter@trautwein.info

  • weitere Infos und ein unverbindliches Angebot bei Übermittlung einer Kopie der letzten Strom- und / oder Gasrechnung (gleiche Konditionen wie bei direkter Bestellung über EWS Schönau): > Wal­ter Trautwein, Rosengarten 16, 76228 Karlsruhe, Tel. 0721-943 10 820, walter@trautwein.info

Rückblick Generalversammlung 26.06.2019

63 Mitglieder und eine Handvoll Gäste haben die sehr warmen Abendstunden nicht gescheut, um sich den Vortrag zur Energiewende und den Rückblick auf 10 Jahre BERN anzusehen bzw. anzuhören. Sie wurden vom Hausherrn BM T. Natter in der Gemeindehalle Brettach herzlich begrüßt.

Im Pflichtprogramm stellten die Mitglieder den Jahresabschluss 2018 mit dem bislang höchsten Überschuss von 190.000 € einstimmig fest. Sie beschlossen, eine 6%-Dividende auszuschütten, den Rücklagen 90.000 € zuzuführen und 60.000 € auf neue Rechnung vorzutragen. Vorstand H. Sutter hatte die guten Bilanz- und Ergebniszahlen vorgestellt und eingehend erläutert. Der einstimmigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stand nichts entgegen und ebenso wenig der Wiederwahl des kompletten Aufsichtsrats (N. Heuser, T. Natter, K.H. Burkhardt, M. Scheuber) auf 3 Jahre. Drei davon zählen zu den Gründungsmitgliedern und damit stehe der Aufsichtsrat auch für eine positive personelle Kontinuität, meinte der Vorsitzende N. Heuser. Zugleich freute er sich, dass die BERN mit der Aufnahme neuer Interessenten zum 30.6. auf über 500 Mitglieder anwachsen werde.

Im Vorstandsbericht zeigte K. Herdtweck einen normalen Geschäftsgang auf. Viel Sonne hat viel Solarstrom (1,1 Mio kWh) beschert, aber das Windjahr war eher schwach, was eine etwas geringere Stromausbeute der Beteiligungen (1,8 Mio kWh) als im Vorjahr bedeutete. Für den Bürgerstrom der BERN haben sich bisher an die 90 Mitglieder und Einwohner entschieden. Bilanziell werden so etwa 350.000 kWh Ökostrom nicht nur von den Bürgern in der BERN erzeugt, sondern auch selbst genutzt. Das reicht noch nicht für einen Gewinnbeitrag, aber das könnten Mitglieder und Bürger selbst und in Bälde ändern.

Zum Klimaschutz hat die BERN über die Stromproduktion beigetragen und der Umwelt fast 2.000 to CO2 erspart. Mitglieder und Bürger hat sie über relevante Entwicklungen über Amtsblatt und Homepage zeitnah unterrichtet und in einem Info-Abend auf drei wesentlichen Feldern zum aktiven eigenen Handeln aufgefordert: 1. Energie einsparen, 2. PV-Anlage auf jedes Dach, 3. Ökostrom in jedes Haus.

162.852 kWh Solarstrom haben die 7 BERN-Anlagen im Juni erzeugt. Im 1. Halbjahr sind es 616.000 kWh geworden, gleich viel wie 2018. Alle Anlagen funktionieren problemlos.

10 Jahre BERN
In seinem Rückblick/Ausblick erinnerte K. Herdtweck an den Gründungsakt am 1.7.2009 und an den „Paten“ im Hintergrund, den EnBW-Kommunalberater J. Landenberger. Es war dessen Vorschlag, das schon fast fertig geplante 1,1 MWp-Projekt auf dem Dach der Fa. Landerer als Bürgersolaranlage genossenschaftlich bauen und betreiben zu lassen. Er griff dabei eine strategische Idee der EnBW auf, die bereits neunmal im Oberschwäbischen funktioniert hatte. Funktioniert hat es ein zehntes Mal dann auch hier bei uns, wobei es spannend war, in der kurzen Zeit von 4 – 5 Monaten genügend Mitglieder zu finden, um das bescheidene Gründungskapital von 43.800 € auf die benötigte Summe aufzustocken. Am Jahresende 2009 hatte die BürgerEnerige Raum Neuenstadt eG (kurz: BERN) nicht mehr nur 7 sondern 363 Mitglieder, 1,1 Mio € Eigenkapital und 1,7 Mio € Kredite beisammen, alle nötigen Verträge abgeschlossen und konnte am 15.1.2010 knapp 89% der Gesamtanlage für 3,1 Mio € übernehmen. Ein Glücksfall im Nachhinein, denn trotz aller Anstrengungen blieb es das einzige große Dach im GIK und außerhalb, auf dem die BERN eine PV-Anlage betreiben konnte. Bis 2013 kamen nur noch Anlagen unter 30 kWp auf kommunalen Dächern dazu, 1 in Neuenstadt, 3 in Langenbrettach und 2 auf der Kläranlage in Stein. Die Wirtschaftlichkeit verschlechterte sich durch gesetzliche Änderungen massiv, sodass der Zubau bundesweit einbrach, aber es waren auch vor Ort keine Dächer zu erhalten. Weil Sonnen- und Windstrom sich im Jahresverlauf bestens ergänzen, investierte die BERN bis 2016 rund 600.000 € in verschiedene Windkraftbeteiligungen. Das letzte Projekt ist zwar genehmigt, wird aber vor Gericht bekämpft und kommt nicht voran. Leicht verzweifelt meinte der Vorstand: “Wir verdienen gutes Geld und können es nicht investieren, Mitglieder und Interessenten würden uns gerne mehr Geld anvertrauen, aber wir haben seit Jahren keine Projekte, nächstes Jahr sind wir schuldenfrei, komplett eigenfinanziert und könnten mit neuen Krediten PV-Anlagen auf der Markung bauen oder in Windkraftanlagen investieren, aber es fehlen Dächer, Flächen und Projekte. 2009 lag der CO2-Gehalt der Atmosphäre noch unter 390 ppm, heute liegt er bei 415 ppm und steigt noch immer. Und noch immer ist die Kohle der beherrschende Bestandteil der Stromerzeugung. Wie soll da die Energiewende gelingen, wie der Klimawandel begrenzt werden? Wir müssten unsere PV-Kapazität verzehnfachen! Auch im eigenen Interesse. Wie steht die BERN sonst in 10 Jahren da, wenn die EEG-Vergütung wegfällt und der Umsatz mit den jetzigen Anlagen auf vielleicht 10% des heutigen schrumpft?“  Als Vorstand müsse man selbstkritisch fragen, ob man genug getan habe, ob es nicht höchste Zeit für einen Wechsel wäre.

Wieder 6 % Dividende auszuschütten, das hatte die Generalversammlung einstimmig beschlossen und so konnte die BERN im 10. Jahr ihres Bestehens 91.008 € an 461 Mitglieder zahlen. Das ist knapp die Hälfte des bislang höchsten Jahresgewinns. Die andere Hälfte stärkt die Rücklagen und macht die BERN weiter investitions- und damit zukunftsfähig. Bleibt zu hoffen, dass sie rasch auch Dächer oder Freiflächen für neue PV-Anlagen findet oder angeboten erhält.                                                                                     

Die Steuerbescheinigungen zur Dividendenauszahlung werden erst anfangs Januar 2020 versandt.

Groß war der wirtschaftliche Erfolg in diesen 10 Jahren: rund 650.000 € Dividende für die Mitglieder und rund 450.000 € an Steuern für das Gemeinwohl können sich wirklich sehen lassen und machen deutliche, wie wertvoll eine örtliche „Ökostromfabrik“ für die beiden Kommunen und ihre Einwohner ist. Soll das dauerhaft so bleiben, braucht die BERN mehr Mitglieder und viel mehr PV-Anlagen, die erneuerbaren Strom produzieren. Kurz: sie braucht Ihre Unterstützung!

Der wirtschaftliche Erfolg ist wichtig, aber nur das Eine, meinte Vorstand K. Herdtweck, das Andere ist der Erfolg beim stetigen Ausbau der Ökostromkapazität und seinem Beitrag zum Klimaschutz. Und das ist es, worum es wirklich geht und wo die Welt nicht vorankommt, weil noch jedes Jahr der CO2-Gehalt weiter und immer bedrohlicher ansteigt. Die BERN ist mit Ökostromerzeugung und –vertrieb gewiss ein Teil der Lösung und nicht des Problems, aber sie kommt (wie die gesamte PV- und Windbranche bundesweit) nicht rasch genug voran. Keine neue PV-Dachanlage seit 2013! noch immer keine PV-Freiflächenanlage und das letzte Windkraftbeteiligungsprojekt steckt im Klagesumpf fest. Und in Deutschland trägt jeder mit seiner gewohnten Lebensweise im Durchschnitt immer noch mehr als 10 to CO2 zur Erderhitzung bei. H. Markl, der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), hat dieses unser menschliches Verhalten vor über 30 Jahren schon als verantwortungslos und als „Sozialschmarotzertum“ gegeißelt: „man lebt zulasten der Zukunft kommender Generationen“. Und noch heute, noch immer, bis 2050, darf weiter CO2 emittiert werden, ungeachtet der Kipppunkte, die nicht mehr stoppbare Prozesse (Eisschmelze, Permafrosttau u.a.) bewirken können. Einmal in der Atmosphäre angelangt, wirkt das Spurengas 1.000 Jahre (und mehr). Es „beschert“ unseren Nachkommen in einer erdgeschichtlich wahnwitzigen Geschwindigkeit eine wohl gänzlich andere Welt. Wie anders, das weiß man nicht so genau, es gibt ja keine Erfahrungswerte. Im Labor würde man einen solchen Versuch schon aus Vorsicht und Sicherheitsgründen abgebrochen haben. Im „echten Leben“? - sind wir fast alle für mehr Klimaschutz, aber bitte nicht so, dass er weh tut und unsere Bequemlichkeit und unseren „Wohlstand“ gefährdet. Kümmert uns der Wohlstand der Nachgeborenen nicht? Wollte ihnen denn nicht schon jede Generation eine „bessere Welt“ hinterlassen? Es ist höchste Zeit damit ernsthaft anzufangen.

Die Feierlaune beim 10jährigen, wegen der brütenden Hitze sowieso nicht stark ausgeprägt, war nach diesen Ausführungen ziemlich dahin und nach dem Schlusswort des AR-Vorsitzenden N. Heuser und seinem Dank an die Jugendfeuerwehr, die Hausmeisterin M. Weber und alle fleißigen Helfer leerte sich die Gemeindehalle recht schnell.

Der Jubiläumsvortrag  „Energiewende auf dem Bierdeckel“ anhand von 9 freihändig aufs FlipChart gezeichneten Grafiken hatte eine „lebende Grafik“ als Vorspann. 4 Jugendliche der Jugendfeuerwehr Brettach boten mit Seil und Leiter ein kurzes aber einprägsames Schauspiel über 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte, genauer: über den CO2-Gehalt der Atmosphäre. Von 8.000 v.Chr. bis 2.000 n.Chr. hielten 3 Jugendliche das Seil recht waagrecht bei 270 – 280 ppm (Teile pro Million). Dann ging es auf die Leiter und einen Zeitraum von 150 Jahren der industriellen Revolution ab 1859 darstellend fast senkrecht nach oben auf heute 415 ppm und wohl bald 450 ppm in 2050. Gut 1.000 Jahre (und mehr) bleibt das C02 mit leicht sinkendem Niveau klimawirksam – so machte der 4. Jugendliche auf der Leiter unsere Hinterlassenschaft für seine und die kommenden Generationen samt Flora und Fauna deutlich.

Die BERN hatte den Referenten Dieter Bannasch aber nicht eingeladen, damit er dieses Katastrophenszenario noch professionell verstärkt, sondern dass er Mut macht und Lösungen aufzeigt, wie wir das Schlimmste vielleicht noch verhindern können (zumindest den weiteren Anstieg bis 2050 und die Kipppunkte). Alle 9 Grafiken des Vorstands von MetropolSolar zielten mit einer Kernaussage auf einen Punkt: “Die Sonne stellt uns kostenlos jeden Tag auf jeden m2 etwa 1.000 l Heizöl. Mit der PV-Technik können wir davon gute 10% nutzen, das ist mehr, als die Menschheit braucht. Seine Devise: raschmöglichst raus aus den fossilen Energien und rein in eine solare Energiewirtschaft (verstärkt um die Wind- und Wasserkraft). Und zwar nicht zentral von wenigen großen Konzernen betrieben, sondern dezentral und demokratisch in allen Kommunen von den Bürgern genossenschaftlich gesteuert. Strom vom eigenen Dach oder von PV-Anlagen auf der Markung braucht keinen gewaltigen Leitungsbau, sondern Speicher und eine nur kleinräumige Vernetzung vor Ort wie in der Region. Der Zubau an PV-Anlagen sei ab 2013 wie in Neuenstadt so auch bundesweit aufgrund gesetzlicher Änderungen eingebrochen – es sei höchste Zeit, diese Blockade zu lösen.

Freundlicher Beifall und ein Doppelpack Wein waren der Dank für den kenntnisreichen, informativen und engagierten Vortrag des Referenten, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Mannheim über fast drei Stunden nach Langenbrettach angereist war. Ein Mitglied hat ihn spontan mit seinem E-Auto zum Zug gefahren, weil er per Bus nur einen späteren Zug erreicht und über Stuttgart nach Mannheim hätte fahren müssen.

Wer sich das komplette Referat ansehen/anhören möchte, sei verwiesen auf:  https://www.youtube.com/watch?v=uOEBt6uUYYE

Aktuelles Juni 2019

Die Solarstromerzeugung

lag im oft wolkenverhangenen Mai mit 143.556 kWh deutlich niedriger als vor einem Jahr. Über die ersten 5 Monate hinweg summiert sich die Stromausbeute auf 453.527 kWh und bleibt damit nur knapp (6.000 kWh) unter dem Vorjahreswert.

Die Windparks unserer 4 regionalen Beteiligungen

haben in vier Monaten 40,3 Mio kWh Windstrom erzeugt und übertreffen mit rd. 4% den Vorjahreswert (+1.743.000 kWh).

DGS fordert Bepreisung

Die DGS fordert die zügige Einführung einer Bepreisung aller klimaschädlichen Emissionen. Dies soll ausnahmslos wie auch aufwandsneutral geschehen und alle Treibhausgase betreffen. Die DGS schlägt einen Preis von 180 Euro pro Tonne CO2 vor. Andere Klimagase sollen gemäß ihrer Klimaschädlichkeit, in Form sogenannter CO2-Äquivalente, besteuert werden. Diesen Beschluss fasste die DGS auf ihrer jährlichen Delegiertenversammlung in Erfurt. Unterlegt wird dies mit einem ausführlichen Positionspapier. "Um die Klimaziele noch erreichen zu können, ist eine CO2-Steuer bzw. CO2-Abgabe ohne Alternative" so DGS-Vizepräsident Jörg Sutter "und sie muss jetzt rasch eingeführt und nicht wieder wie andere Klimamaßnahmen zerredet und verschoben werden".

Soziale Ausgestaltung
Für den Erfolg und die Akzeptanz einer CO2-Steuer ist deren soziale Ausgestaltung unerlässlich. Neben der Belastung von CO2-Verbrauchern muss es deshalb gleichzeitig auch eine Entlastung geben. Die DGS schlägt deshalb vor, ähnlich dem Schweizer Modell, die Einnahmen auf alle Bürger gleichmäßig zurückzuerstatten. Die Steuer ist keine Einnahmequelle für den Staat. So werden CO2-Sparer belohnt und Verbraucher, die wenig Möglichkeiten zur Vermeidung haben, nicht bestraft. Neben der Schweiz haben zahlreiche Länder wie Kanada, Schweden sowie weitere europäische S Ihre Stimme entscheidet mit, ob in Europa, im Landkreis und in unserer Gemeinde der Klimaschutz in den nächsten 5 Jahren so vorankommt, dass die Schüler aufhören können für ihre Zukunft zu demonstrieren.

 

Ihre 11. Generalversammlung hält die BERN

Die Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr und Vorlage des Jahresabschlusses
  3. Bericht des Aufsichtsrats über seine Tätigkeit
  4. Feststellung des Jahresabschlusses 2018
  5. Beschlussfassung über die Gewinnverwendung
  6. Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands
  7. Wahl des Aufsichtsrat
  8. Verschiedenes

Wissenswertes zum Vortrag:

Das regionale Netzwerk MetropolSolar Rhein-Neckar ist ein auch bundesweit tätiger Verein mit mehr als 350 direkten Mitgliedern aus Bürgerschaft, Unternehmen, Organisationen, Verwaltung und Politik von der kommunalen Ebene bis zum Bundestag. Der Verein bündelt und unterstützt Multiplikatoren, die sich aus Überzeugung für 100% Erneuerbare einsetzen. MetropolSolar leistet neutrale, wirtschaftlich und parteipolitisch unabhängige Aufklärungsarbeit, gibt praktische Information und Beratung, entwickelt Konzepte und unterstützt Organisationsgründungen, Netzwerk-Aktivitäten und Kampagnen für 100% Erneuerbare Energien. Daniel Bannasch ist ein Überzeugungstäter, sein Vortrag lohnt den Besuch.

Aktuelles Mai 2019

Handeln gegen den Klimawandel – JETZT!

Die Wahl ist vorbei. Ob es nun auch vorbei ist mit den Zögerlichkeiten und Verhinderungsstrategien der Politik? Ob sie sich endlich traut, konkrete und wirksame Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe umzusetzen? Hoffentlich lässt sie sich anstecken von den Ideen und Vorschlägen der Schüleraktion „Fridays for Future“, die von zahlreichen Wissenschaftlern untermauert worden sind und die zu raschem Handeln auffordern.

Als BERN-Mitglied haben Sie sicher auch gewählt und Sie wissen zudem, dass es nicht reicht, nun abzuwarten, was die Gewählten tun werden. Wir sind mündige Bürger und damit höchstselbst gefordert, die Klimaveränderung zu stoppen, die für unsere Nachkommen zur Katastrophe werden kann.  Die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie e.V. (DGS) hält drei Schritte nötig für eine persönliche Energiewende – die BERN empfiehlt jedem, sie nach seinen Möglichkeiten ohne langes Zögern umzusetzen:     

Erster Schritt: Wechseln Sie zu Bürgerstrom/Ökostrom

Wer den Kohleausstieg will und immer noch seinen Strom von einem der Kohle- und Atomkraftwerksbetreiber bezieht, für den ist jetzt die Zeit zum Wechsel gekommen. Ihr Gemüse würden Sie auch nicht bei Monsanto kaufen. Ohne Ökostrom können Sie die E-Mobilität vergessen – sie ist fürs Klima nicht besser als die Diesel-Mobilität. Mehr Ökostrom ist also nötig und Sie sorgen mit Ihrer Nachfrage für ein steigendes Angebot. Auch die BERN will in weitere Solarstromanlagen investieren und den hier erzeugten Strom auch hier an ihre Mitglieder und die Bürger vermarkten. Der Wechsel des Stromanbieters ist leicht. Ein Klick auf www.bernstrom.de hilft Ihnen weiter oder ein Anruf bei unserer Geschäftsstelle (07139 9308680 – AB nutzen). Wer wirklich will, schafft seinen persönlichen Ausstieg aus der Kohle. Jetzt! und mit der BERN!

Zweiter Schritt: Sparen Sie Energie

Ziehen Sie den Stecker, wo er nicht nötig ist. Sparen Sie nicht nur beim Licht. Die Heizung verschlingt ein Zehnfaches davon und ist das Sorgenkind bei der CO2-Minderung. Im Verkehr gibt es viele Möglichkeiten: Fahrradfahrt statt Motorsport, ein persönliches Tempolimit, Flugreisen vermeiden, Urlaub in der Region, durch Deutschland mit der Bahn statt mit dem Flieger. Auch unsere Ernährung (Fleisch reduzieren) kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bei Neuinvestitionen, egal ob Kühlschrank, Waschmaschine, Fahrzeug oder die Umrüstung des Heizungssystems: entscheiden Sie sich für das effizienteste, nachhaltigste und zukunftsfähigste Produkt und betreiben es möglichst mit erneuerbarer Energie, z.B. mit Bürgerstrom von der BERN.

Dritter Schritt: Investieren Sie in Erneuerbare Energie

Persönliche Energiewende, das heißt auch: wir erzeugen unsere Energie selbst. Da können wir ganz klein anfangen, selbst als Mieter auf einem Balkon mit Südausrichtung: ein Steckersolargerät erzeugt einen Teil Ihres Strombedarfs ganz einfach selbst (die BERN berät gern). Wer ein eigenes Dach, einen Garten, eine Laube hat, kann mehr tun und zum eigenen Versorger werden. Wärme und Strom vom eigenen Dach machen sich bezahlt und geben ein gutes Gefühl. Es braucht - auch hier bei uns - die Initiative vieler Bürger, damit wir unabhängig von den fossilen Energien werden. Seien Sie dabei! Wer nicht die Möglichkeit dazu hat, kann sein Geld in andere Investitionen leiten. Schon 300 € investiert in eine BERN-Mitgliedschaft beteiligt Sie an bürgerschaftlich betriebenen Windparks und Solarstromanlagen. Keine Investitionen mehr in fossile Energien, lassen Sie Ihr Geld lieber für die Energiewende arbeiten.

https://www.youtube.com

21.03.2019

Energie- und Klimapolitik von gestern?

Verleiten niedrige Preise für umweltschädlich hergestellte Produkte uns Menschen dennoch zum Kauf? Verdrängen wir dabei nicht, dass die Umweltschäden mit unseren Steuergeldern gemindert oder beseitigt oder der Enkelgeneration überlassen werden? Bioware ist meist teurer beim Lebensmitteleinkauf, Ökostrom ist es meist auch im Vergleich zum Kohlestrommix. Muss das so sein oder bleiben? Wäre es nicht besser, die Kosten der Umweltschädigung in die Preise der Produkte einzurechnen? Das bessere Produkt wäre dann zugleich auch das günstigere und würde beim Einkauf bevorzugt werden. Schäden vermeiden ist zudem viel kostengünstiger als Schadensbehebung.

„Mein Ziel ist …saubere Energie fördern und CO2-intensive Energieträger unattraktiv machen. Deshalb muss der Strompreis runter und …Benzin, Diesel und Heizöl teurer werden“, meint BW-Umweltminister Franz Untersteller, „alles andere ist Energie- und Klimapolitik von gestern“. Auch viele Ökonomen, manche Unternehmen, Verbände und Regierungsberater fordern den CO2-Preis, meist mit dem Hinweis auf Entlastung an anderer Stelle. Die Bundesregierung aber „schließt einen CO2-Preis für diese Legislaturperiode aus“ (Energiewende-Staatssekretär A. Feicht vom BM Wi).

Die Klimapolitik von gestern ist also immer noch auch die von heute! Dass es beim Klimaschutz zu langsam vorangeht stört daher 58% der Befragten des „Sozialen Nachhaltigkeitsbarometers Energiewende“ und 61% sind unzufrieden, wie die Bundesregierung die Energiewende umsetzt. Warten auf die Politik ist angesagt? Oder können wir nicht selbst wenigstens etwas tun?

Auf einer Infoveranstaltung am Freitag, den 5. April 2019

will die BERN mit den Bürgern und Einwohnern ins Gespräch kommen und anhand von Kurzreferaten zu den Themen Energieeinsparung, Photovoltaik und Ökostrom/Bürgerstrom konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Merken Sie sich diesen Termin vor die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der Gemeindehalle Kochertürn.

14.3.19

Ehrlich – sagen was ist

Paris 2015: Ziel ist es, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius und möglichst unter 1,5 Grad Celsius zu beschränken.

Kattowitz 2018: Wenn die Erderwärmung noch unter 1,5 Grad gehalten werden soll, muss der CO2-Ausstoß weltweit bis 2030 halbiert werden – dies erlaubt kein weiteres Zögern.

Deutschland hat sich deshalb verpflichtet, den Treibhausgas-Ausstoß nach Jahren gestaffelt zu senken, jeweils im Vergleich zu 1990:

  • bis 2020 um 40 Prozent (erreicht werden wohl nur 32 Prozent)
  • bis 2030 um  55 Prozent
  • bis 2040 um 70 Prozent
  • bis 2050 um 80 bis 95 Prozent

In der Sonnenenergie 1/2019, dem Fachorgan der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) heIßt es dazu: „Wissenschaftler sind sich einig, dass bis 2040 die „Blaue Null“ (Nullausstoß von Treibhausgasen) ste­hen muss, wenn wir das Klima, an das unsere Kulturpflanzen angepasst sind, annähernd bewahren wollen. Dazu muss die sich beschleunigte Er­derwärmung gestoppt und unter +2° C gehalten werden. Im Moment steuert die Menschheit allerdings einen Kurs von +4° C allein bis zum Jahr 2100. Deutschland würde mit den aktuellen „Klimaschutz“-Maßnahmen die Blaue Null erst im Jahr 2150 erreichen.

Stand heute müsste Deutschland im Stromsektor noch 60 % fossile Energien durch erneuerbare ersetzen, im Verkehrssektor sogar 95% und im Wärmesektor 84%. Und zusätzlich wäre der CO2 Anteil in der Luft von heute 412 ppm auf unter 350 ppm durch Aufforstungen zu senken.

 Wissenschaftler sind sich einig, dass der Umbau auf 100% erneuerbare Energieversorgung zudem nur gelingt, wenn der Energieverbrauch in Ländern wie Deutschland halbiert wird. 50% Energieeinsparung im Vergleich zu 2010 ist daher auch eines der Klimaziele von Baden-Württemberg und genau diese Halbierung des Energieverbrauchs steht ebenso im Vorschlag der KEA für den Klimaschutzplan von Neuenstadt a.K..

Was die Ziele beim Klimaschutz sind, wissen wir also. Wie wir sie aber erreichen sollen, mit welchen konkreten Maßnahmen sie auch durchgesetzt werden können, wissen wir nicht. Dabei ist es höchste Zeit, denn je länger wir warten, desto teurer, schwieriger, ja sogar unwahrscheinlicher wird der Erfolg. Das zeigt auch deutlich die Grafik. Gefordert ist in erster Linie die große Politik: ihre Aufgabe ist es, Lösungen anzubieten und durchzusetzen. Aber auch auf kommunaler, gesellschaftlicher Ebene muss der Klimaschutz stärker in den Fokus rücken.

28.02.2019

20.939 kWh Solarstrom

haben die PV-Anlagen im Januar produziert, knapp 2.000 kWh weniger als letztes Jahr. Im Februar ist dafür eine Steigerung gegenüber dem sehr guten Vorjahreswert von 53.600 kWh möglich. In 2018 betrug die gesamte Stromerzeugung knapp 3 Millionen kWh aus PV- und Windkraftanlagen der BERN.

Landwirtschaft im Klimawandel

war das Thema des Vortrags der Agrarökologin Prof. Dr. M. Müller-Lindenlauf am 12.2.19 im Ev. Gemeindehaus vor rd. 60 Besuchern. Der Klimawandel sei auch für Landwirte die wohl größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts, global wie lokal. In Baden-Württemberg sei die CO2-Konzentration auf über 400 ppm angestiegen und die Jahresmitteltemperatur auf 9,1° (Wert aus 1871: 275 ppm und 7,75°). Erwartet werden sogar, einzigartig in der Menschheitsgeschichte (und überaus erschreckend für die BERN), 3,3° - 3,7° Erwärmung, obwohl politisch ein Haltepunkt von 1,5° bis 2° angestrebt würde. Die Referentin schilderte die Auswirkungen auf Vegetationszeiten, Wetterereignisse, Schädlinge u.a und erwartet, dass es beim Ertrag 80% Verlierer und 20 % Gewinner geben werde. Die Landwirtschaft müsse pflanzenbaulich reagieren, Bodenverdichtung vermeiden, konservierend den Boden bearbeiten und betriebswirtschaftlich bis hin zu Versicherungen gegen Umweltschäden aktiv werden. Der Region bescheinigte sie ein „Gunstklima“; es sei mit weniger Veränderung zu rechnen, als anderswo.

 Anpassen oder bekämpfen

Sich nur an den Klimawandel anzupassen, erschien der BERN nicht ausreichend. In der Diskussion bat sie daher zusätzlich aufzuzeigen, wie und wodurch die Landwirtschaft sich einbringen könne, um den Klimawandel zu stoppen. Der globale Anteil der Landwirtschaft, so die Referentin, sei auf etwa 20% zu beziffern, davon betreffen allein 30% die Tierhaltung. Weniger Tiere zu halten sei also hilfreich und in der Bodenbewirtschaftung auf den Humusaufbau und einen hohen Grünlandanteil zu achten ebenso. Dass auch mehr Flächen für erneuerbare Energien genutzt werden müssten, zeigte die BERN anhand der KEA-Studie zum Klimaschutzplan von Neuenstadt auf: Fotovoltaik, Biomasse und Biosprit sind darin wesentliche Bestandteile einer örtlichen Energieversorgung und für die wirtschaftliche Existenz der Landwirte möglicherweise ein weiteres Standbein. Ein solcher Plan sei eine gute Sache und eine Orientierungshilfe für die Landwirte, meinte die Referentin. Leider blieb keine Zeit mehr für das große Thema

Klimaschutz ist Artenschutz,

denn ohne die Landwirtschaft mit ihren 1,42 Millionen Hektar an Agrarland allein in Baden-Württemberg ist die Artenvielfalt nicht zu erhalten. Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich 11 - 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Höhere Erzeugerpreise würden es den Landwirten erlauben, weniger zu produzieren und böte so Raum für eine naturgemäße Bewirtschaftung mit weniger Dünger und Pflanzenschutzmitteln und eine höhere Wertschätzung der Lebensmittel bei Handel und Verbraucher. Aber dafür muss die Politik die Rahmenbedingungen setzen. Milliarden an Steuergeld fließen ja jetzt schon in die Landwirtschaft, meint Norbert Schäffer, der Chef des Landesbunds für Vogelschutz (LBV), man müsse sie nur für die richtigen Zwecke umwidmen.

Bis 2038 soll die Kohleverstromung enden

Umweltschützer kritisieren dieses von der Kohlekommission genannte Datum als zu spät, um die beschlossenen Klimaschutzziele einzuhalten. Dennoch – es fallen auch die 778 MW des Heilbronner Kraftwerks weg. Auf was haben wir Bürger uns einzustellen und wie reagieren wir darauf? Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg KEA) hat für Neuenstadt ein Szenario entwickelt und hält ein großes Umdenken und konsequentes Handeln auf Bundesebene aber eben auch hier bei uns vor Ort für zwingend. Die BERN übrigens auch und will deshalb informieren und mit den Bürgern ins Gespräch kommen auf einer öffentlichen Veranstaltung am Freitag, 5. April 2019, 19.00 Uhr in der Gemeindehalle Kochertürn. Merken Sie sich diesen Termin bitte vor. 

14.02.2019

Solar- und Windstrom zusammen

haben der BERN 2019 insgesamt 2.954.763 kWh beschert. Das sind nur 17.100 kWh weniger als im Vorjahr. Der Spitzenwert beim Solarertrag hat nicht ganz ausgereicht, um das etwas schlechtere Windjahr zu kompensieren. 1.784.374 kWh Windstrom aus den vier BERN-Beteiligungen bedeuten dennoch 95% des Vorjahreswerts. Aber – kann die BERN mit diesem „Stillstand“ zufrieden sein angesichts der Dynamik des Klimawandels?

Weiterer Zubau nötig

Ohne weiteren kräftigen Zubau von Solarstromanlagen und weitere Windkraftanlagen wird Deutschland seine Energiewendeziele für 2020 ganz sicher und für 2030 sehr wahrscheinlich verfehlen. Stillstand ist Rückschritt – das gilt auch für unseren Raum Neuenstadt. Die fünfte BERN-Beteiligung an einem Windpark kommt nicht in den Ertrag, weil immer neue Einsprüche gegen die seit zwei Jahren vorliegende Genehmigung den Bau blockieren. Und auf örtlicher Markung müsste die BERN ihre Solarstromkapazität von 1,1 Mio kWh um zumindest 0,75 Mio kWh aufstocken, um die erwünschte Parität von Solar- und Windstromerzeugung zu erreichen. Nötig wäre ein 10fach höherer Wert, folgt man den Erkenntnissen der Klimaschutz- und Energieagentur BW in ihrem Klimaschutzkonzept für Neuenstadt vom vorigen Jahr. Aber ob es um 0,75 oder um 7,5 MWp geht, es   braucht zuerst die nötigen planungsrechtlichen Entscheidungen.

Der Bürgerstromabsatz wächst

in 2019 hoffentlich ebenso, wie er in 2018 begonnen hat. 290.000 kWh zertifizierten „BERN-Strom“ können die Bürgerwerke eG als Partner der BERN an 65 örtliche Kunden liefern, das sind 10% ihrer Gesamterzeugungsmenge. Es ist also noch Luft nach oben für weitere Kunden. Mit der BERN können die Bürger ihren Strom selbst erzeugen und zugleich auch selbst verbrauchen. Über 90 BürgerEnergiegenossenschaften arbeiten bundesweit nach diesem Modell zusammen. Machen auch Sie mit und informieren Sie sich direkt auf der Homepage www.bernstrom.de oder per Email: info@buergerenergie-raum-neuenstadt.de oder im persönliche Kontakt auf der Geschäftsstelle: Cleversulzbacherstr. 89 (im TSV-Sportheim jeden Mittwoch von 9.30 Uhr – 11.30 Uhr, gerne auch telefonisch 07139 9308680 und ggf. den AB besprechen).

07.02.2019

Über 70.000 kWh Solarstrom

wurden im Februar von den BERN-Anlagen „geerntet“. Im Vorjahr waren es nur knapp 54.000 kWh. Die Zahl der Ökostromkunden der BERN ist leider nicht parallel angestiegen. Schade! Aber jetzt beginnt ja das Klimafasten der Kirche, bei dem 7 Wochen lang bis Ostern Umweltschutz und Klimagerechtigkeit im Mittelpunkt stehen. Eine der konkreten Vorschläge für die zweite Fastenwoche lautet: „Ich prüfe den Wechsel zu einem Ökostromversorger“. Mit der BERN/der Bürgerwerke eG haben Sie einen solchen Versorger direkt hier vor Ort und können den lokal und regional erzeugten BERN-Strom gleich auch hier verbrauchen. Ist die BERN als ein heimisches Unternehmen, das den Bürgern gehört, nicht einem anonymen, meist profitorientierten großen Konzern vorzuziehen? Werden daher auch Sie Teil einer wachsenden Gemeinschaft von BERN-Stromkunden und nutzen Sie Ökostrom/Bürgerstrom. Wir wollen Ihnen nicht möglichst viel, sondern möglichst wenig Strom liefern und so dem Klima helfen statt den finanziellen Profit zu mehren.

Stromerzeuger und Stromverbraucher 

wachsen zusammen, wenn beide Mitglied der BERN sind. Ein zweiter Vorschlag der Kirche lautet: „Ich prüfe die Beteiligung an einer Energiegenossenschaft“. Fragen Sie doch einfach eines unserer bislang 491 Mitglieder, welche Erfahrungen sie mit der seit fast 10 Jahren aktiven BERN gemacht haben und ob sich eine Beteiligung lohnt. Die BERN ist mitgliederoffen – mit einem Geschäftsanteil von 300 € sind Sie dabei und werden vielleicht sogar unser 500. Mitglied? Eine schöne Dividende und viele Energiespar – und Klimaschutz-Tipps gibt es obendrein.

Ökostromangebote und Beitrittsformulare

finden Sie auf der Homepage der BERN www.bernstrom.de zum Herunterladen. Wir senden Sie Ihnen auch gerne zu, wenn Sie uns eine Email schicken: info@buergerenergie-raum-neuenstadt.de oder Sie kommen zur Geschäftsstelle Cleversulzbacher Str. 89 (TSV-Sportheim) mittwochs von 09 -11 Uhr oder zur BERN-Anlaufstelle im Bürgerbüro des Rathauses Neuenstadt bzw. Langenbrettach. Wir stehen Ihnen auch gerne telefonisch zur Verfügung: Tel. 930 8680 Frau Schöll (ggf. AB nutzen) und Tel. 6324 Herr Herdtweck.

Netzwerken mit dem Nabu – Klimaschutz ist Artenschutz

Auf der Generalversammlung der Nabu-Ortsgruppe Unteres Kochertal durfte die BERN über gemeinsame Ziele und Berührungspunkte sprechen. Der Entwurf des Klimaschutzkonzepts für Neuenstadt, erarbeitet von der KEA Baden Württemberg, zeigte die großen Herausforderungen auf, auch und gerade bei der Flächennutzung, wenn, wie die KEA meint, bis 2050 10% - 15% der Markungsfläche für die Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden müssten. Konflikte zwischen dem Nabu, den Landwirten und der BERN sind bei einer solchen Größenordnung wohl vorprogrammiert. Aber aus Konflikten um den Klimaschutz können Chancen für den Klimaschutz werden, wenn man rechtzeitig aufeinander zugeht. Das Ziel, die Klimakatastrophe zu verhindern, ist ja für alle gleich. Da sollte man sich auch über konkrete Einzelmaßnahmen verständigen können und übers Reden – das fordern die jungen Leute immer dringender – endlich auch zum Handeln kommen.

491 Mitglieder waren Ende 2018

In der BERN aktiv, 29 mehr, als vor einem Jahr. Darunter sind auch 6 Kinder. Ihnen eine gute Zukunft in menschenverträglichen klimatischen Verhältnissen zu ermöglichen war das Anliegen ihrer Eltern; es ist auch das wichtigste Ziel der BERN. In nur 60 Jahren hat die stetig wachsende Treibhausgasemission einen Temperaturanstieg in der Atmosphäre bewirkt, wie es ihn in rund 12000 Jahren Menschheitsgeschichte nicht gegeben hat. Und Jahr für Jahr steigen die Emissionen, werden Minderungsziele verfehlt und wird das Vorsorgeprinzip missachtet. Prof. H.J. Schellnhuber, Klimaforscher und Präsident des PIS, hat Anfang des Jahres drei Wünsche an die Politik formuliert: 1. Schnell raus aus der Kohleverstromung, 2. Ein Enddatum für Verbrennungsmotoren, 3. Raus aus der industrialisierten und Rückkehr zu einer naturgemäßen Landwirtschaft.

Das erste dieser Ziele unterstützt die BERN schon seit ihrer Gründung vor fast 10 Jahren mit dem Aufbau von Solar- und Windstromkapazität und seit einem Jahr zusätzlich mit ihrem Ökostromangebot: je weniger Kohlestrom nachgefragt wird, desto rascher und leichter geht der Ausstieg. Solar- und Windstrom sind mindestens so wirtschaftlich zu erzeugen wie fossiler Strom, und ohne dessen Klimafolgeschäden. Warum also immer noch Kohlestrom-Mix nutzen? Werden Sie Stromkunde der BERN, werden Sie Mitglied der BERN und unterstützen Sie den weiteren Ausbau der solaren und dezentralen Stromerzeugung in Bürgerhand.

BERNstrom nutzen - ein guter Vorsatz für 2019

Seit Ende 2017 bietet die BERN ihren Mitgliedern wie allen Einwohnern, Haushalten und Betrieben zertifizierten Ökostrom im bundesweiten Verbund mit über 90 BürgerEnergiegenossenschaften an. Grundgedanke ist, den von Bürgern lokal erzeugten Strom auch gleich lokal zu nutzen. 7 Haushalte haben sich spontan fürs Mitmachen entschieden und bis Ende 2018 sind 56 Haushalte und Betriebe dazugekommen. Mit rund 280.000 kWh werden so rund 10% der jährlichen Solar- und Windkraftproduktion der BERN schon gleich vor Ort verbraucht. Für 2019 hat sich die BERN vorgenommen, weitere 60 Kunden zu gewinnen – gerne auch mehr, denn unsere örtliche Kapazität ist noch lange nicht ausgereizt. „Wir steuern im Irrsinnstempo auf eine unbeherrschbare globale Situation zu. Wenn wir nicht radikal umsteuern, fahren wir unsere Zivilisation an die Wand“, warnt  Prof. H.J. Schellnhuber und verlangt wie der Klimaforscher M. Kopatz von Wirtschaft und Politik, dass „nicht länger Wachstum der alles bestimmende Standard sein soll, sondern der Schutz von Klima und Umwelt“. Helfen Sie unserer Politik und Wirtschaft auf die Sprünge und nutzen Sie zum Schutz von Klima und Umwelt Ökostrom statt Kohlestrom-Mix. Sprechen Sie uns an – wir stehen Ihnen beim problemlosen Wechsel gerne zur Seite. Sie erreichen unsere Geschäftsstelle telefonisch unter 9308680, den Vorstand unter 6324 oder beide per Email unter info@buergerenergie-raum-neuenstadt.de sowie über die Homepage www.bernstrom.de/kontakte.  

Das sonnenreiche Jahr 2018

hat der BERN mit ihren 7 PV-Anlagen mit 1.170.000 kWh den höchsten Jahresertrag der vergangenen 9 Jahre beschert. Bundesweit haben die erneuerbaren Energien in 2018 einen 40% Anteil an der Stromerzeugung erreicht. Gut, aber nicht gut genug um den Treibhausgasanstieg zu stoppen.

1700 to CO2 pro Sekunde (!)

werden weltweit ausgestoßen, das hat die Unep ermittelt  – so viel wie noch nie! Die Gefährlichkeit der Treibhausgase ist seit Jahrzehnten bekannt, aber alle von den Staaten beschlossenen Minderungsziele werden nicht erreicht, auch nicht in Deutschland. Die Politik tut zu wenig und das Wenige zu langsam. Das zeigt sich am einsetzenden Artensterben und der Klimaverschlechterung, die zur Katastrophe für die kommenden Generationen zu werden droht.

Grundgesetz missachtet?

Im Mai wird unser Grundgesetz 70 Jahre alt – das dürfte gebührend gefeiert werden. Artikel 20 a gibt zum Feiern wenig Anlass: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und … durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“ Wie ernst war und ist es der Bundes- und Landespolitik mit diesem Verfassungsauftrag (in Artikel 3a und 3b der Landesverfassung Baden-Württemberg steht fast wortgleich dasselbe)? Künftige Generationen haben kein Stimmrecht bei anstehenden Wahlen, sie gehen auch nicht auf die Straße zum Demonstrieren, man kann sie also beim Regieren „folgenlos“ negieren. Wenn sie sich wenigstens auf die Fürsprache von uns heutigen Bürgern (Wählern) verlassen könnten. Aber wie sieht es da aus?

2,3 to CO2 pro Jahr

wäre das klimaverträgliche Jahresbudget eines deutschen Bürgers (Quelle: Wissenschaftlicher Beirat WBGU), rund 11 to sind es tatsächlich. Ein Jahr Autofahren mit einem Mittelklassewagen (12.000 km) bedeutet 2 to CO2, eine einzige Mittelmeerkreuzfahrt mit Hin- und Rückflug gar 2,1 to (Quelle: Stiftung Warentest/atmosfair.de).Es schadet nicht, das zu wissen. Wir stehen noch ganz am Anfang des Jahres in einer Zeit der

Guten Vorsätze für 2019.

Auch ohne die „Ruckrede“ eines Bundespräsidenten oder einer Kanzlerin kann sich jeder selbst einen Ruck geben und versuchen, seinen Alltag etwas klimaverträglicher zu gestalten. Forscher meinen und Selbstversuche einiger Familien haben ergeben, dass man mit ihnen sein Jahresbudget auf etwa 7 CO2 „schmerzfrei“ senken könne. Probieren Sie es am besten selbst aus. Die Grafik zeigt, dass wir schnell handeln müssen und umso härter, je später wir beginnen. (Quelle: Wiss.Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, Politikpapier Nr. 9, August 2018)

21.3.19

Energie- und Klimapolitik von gestern?

Verleiten niedrige Preise für umweltschädlich hergestellte Produkte uns Menschen dennoch zum Kauf? Verdrängen wir dabei nicht, dass die Umweltschäden mit unseren Steuergeldern gemindert oder beseitigt oder der Enkelgeneration überlassen werden? Bioware ist meist teurer beim Lebensmitteleinkauf, Ökostrom ist es meist auch im Vergleich zum Kohlestrommix. Muss das so sein oder bleiben? Wäre es nicht besser, die Kosten der Umweltschädigung in die Preise der Produkte einzurechnen? Das bessere Produkt wäre dann zugleich auch das günstigere und würde beim Einkauf bevorzugt werden. Schäden vermeiden ist zudem viel kostengünstiger als Schadensbehebung.

„Mein Ziel ist …saubere Energie fördern und CO2-intensive Energieträger unattraktiv machen. Deshalb muss der Strompreis runter und …Benzin, Diesel und Heizöl teurer werden“, meint BW-Umweltminister Franz Untersteller, „alles andere ist Energie- und Klimapolitik von gestern“. Auch viele Ökonomen, manche Unternehmen, Verbände und Regierungsberater fordern den CO2-Preis, meist mit dem Hinweis auf Entlastung an anderer Stelle. Die Bundesregierung aber „schließt einen CO2-Preis für diese Legislaturperiode aus“ (Energiewende-Staatssekretär A. Feicht vom BM Wi).

Die Klimapolitik von gestern ist also immer noch auch die von heute! Dass es beim Klimaschutz zu langsam vorangeht stört daher 58% der Befragten des „Sozialen Nachhaltigkeitsbarometers Energiewende“ und 61% sind unzufrieden, wie die Bundesregierung die Energiewende umsetzt. Warten auf die Politik ist angesagt? Oder können wir nicht selbst wenigstens etwas tun?

Auf einer Infoveranstaltung am Freitag, den 5. April 2019

will die BERN mit den Bürgern und Einwohnern ins Gespräch kommen und anhand von Kurzreferaten zu den Themen Energieeinsparung, Photovoltaik und Ökostrom/Bürgerstrom konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Merken Sie sich diesen Termin vor die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der Gemeindehalle Kochertürn.

Zeit für Stromanbieterwechsel   

 

Liebe Mitglieder und Freunde unserer BERN,

 

wir arbeiten wir an einer erneuerbaren, regionalen und unabhängigen Energieversorgung in Bürgerhand. Das können Sie sehr einfach unterstützen, indem Sie sich mit Bürgerstrom versorgen. In 5-10 Minuten können Sie bequem online unter https://buergerwerke.de/forst oder telefonisch unter 06221/392 89 20 (Montag-Freitag, 8 bis 17:30 Uhr) wechseln. Gleichfalls geht das über www.bernstrom.de oder telefonisch unter 07139/930 86 80 (ggf. AB nutzen). Sollten Sie bereits Bürgerstrom-Kunde sein, dann freuen wir uns über eine Empfehlung bei Ihren Freunden.

 

Warum Bürgerstrom?

·   100 % Ökostrom aus Sonne, Wind und Wasser – von Bürgern für Bürger.

·   Sie fördern die BERN, Ihre lokale Bürger-Energiegenossenschaft.

·  Sie setzen ein starkes Zeichen gegen die Rodungen im Hambacher Forst. 

 

Unterstützen Sie unsere Gemeinschaft dabei, die Energiewende in Bürgerhand weiter voranzubringen. Wir arbeiten an den Lösungen für morgen, während andere die Probleme von gestern verlängern. Machen Sie mit? 

Mit 166.283 kWh

haben die 7 PV-Anlagen den für einen Juli-Monat bislang höchsten Ertrag erbracht. Im Vorjahr und insgesamt war der Juni mit über 167.000 kWh der Spitzenreiter. Für die vergangenen 7 Monate stehen 759.000 kWh zu Buche, das sind 12.000 kWh mehr als im Vorjahr. Es besteht gute Aussicht, bis zum Jahresende wieder rd. 1,1 Mio kWh zu erzeugen. Im Vergleich zum Strombedarf allein in Neuenstadt mit rd. 54 Mio kWh/a ist das allerdings nur ein Klacks. Es wäre dringend nötig, mit weiteren Investitionen z.B. in PV-Freiflächenanlagen die BERN-Kapazität mindestens zu verdoppeln oder zu verdreifachen.

Ist es nicht alarmierend,

dass 2017 der CO2-Ausstoß weltweit mit 32,5 Gigatonnen einen Höchststand erreicht hat? Und dass die fossilen Brennstoffe lt. IEA einen Anteil von 70 % haben? Kein fossiler Brennstoff schadet dem Klima mehr, als die Braunkohle. Der Tagebau darf aber trotz km2-großer Verwüstung urbaner Flächen bis 2045 weiter betrieben werden. Kohlestrom befeuert die Klimakatastrophe, die uns schon jetzt mehr und mehr Hitzetage beschert. Wir schützen uns durch den Kauf von immer mehr Klimageräten, die wir dann mit Kohlestrom betreiben? Das wäre ein Teufelskreis. Was hilft dagegen? Besser heute als morgen umsteigen auf Ökostrom.

Kohle- und Atomstrom

brauchen Kühlwasser und heizen unsere Flüsse zusätzlich auf, manchmal sogar mit Sondergenehmigung der Behörden. Um den Fischen und anderen Wasserbewohnern zu sichern, wird das Flusswasser mancherorts in kritischen Fällen mit Sauerstoff angereichert. Das erledigen dann Pumpen, die meistens mit fossiler Energie betrieben werden.  Solarstrom und Windstrom brauchen kein Kühlwasser bei ihrer Erzeugung. Je mehr und je rascher Bürger auf Ökostrom umsteigen, desto schneller gehen Kohlekraftwerke vom Netz.  

Wechseln Sie zur BERN

und ihrem Bürgerstromangebot; per Internet (www.bernstrom.de), per Email (info@buergerenergie-raum-neuenstadt.de), per Telefon (07139 9308680, Anrufbeantworter) oder mit einem Besuch in der Geschäftsstelle Cleversulzbacher Straße 89 (TSV-Sportheim) jeden Mittwoch von 9 -11 Uhr. Tragen Sie mit dazu bei, dass wir die Erderwärmung bei 2 ° begrenzen können. 1,5° sind heute schon erreicht. Und stärken sie so auch ein örtliches Unternehmen, das Werte vor Ort schafft und hier zum Gemeinwohl beiträgt.

Die Dividende ist ausbezahlt

Die beschlossenen 6% Dividende haben zu einer Ausschüttung von 90.774 € geführt. An das Finanzamt flossen davon als Kapitalertragsteuer, Soli und Kirchensteuer insgesamt 16.890 €. Die Steuerbescheinigungen gehen den Mitgliedern im Januar 2019 zu.

Klimawandel bremsen – Ökostrom nutzen

Wäre die schöne Dividende nicht ein Anlass, den eigenen Haushalt auf Ökostrom umzustellen? Wir wissen, dass die Kohleverstromung die Atmosphäre aufheizt, leiden unter der sommerlichen Hitze und Trockenheit und nehmen die Schäden hin, die der Klimawandel verursacht? Die dringend nötige Energiewende gelingt nur, wenn wir Verbraucher uns aktiv dafür einsetzen. Weniger Strom verbrauchen und nur noch Ökostrom nutzen, am besten mit der BERN. Nach den ersten 7 Monaten hat die BERN 182.000 kWh von 35 Kunden unter Vertrag. Werden auch Sie Ökostromkunde der BERN in der Gemeinschaft der Bürgerwerke.

10. ordentliche Generalversammlung

Global denken

Wir steuern im Irrsinnstempo auf eine unbeherrschbare globale Situation zu. Wenn wir nicht radikal umsteuern, fahren wir die Zivilisation an die Wand.“ Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher, (Zitat aus „Setzt endlich Grenzen“, Süddeutsche Zeitung 16./17. Juni 2018 Nr. 136)

Vorstand K. Herdtweck erinnerte an Obama, der in Kenntnis dieser Grafiken gesagt haben soll: „Unsere Generation ist verantwortlich für den Klimawandel und unsere Generation ist zugleich die letzte, die ihn noch verhindern könnte.“

Aber warum lassen wir uns, warum lässt sich die Politik so viel Zeit beim Verhindern? Die Politiker, meint der „Spiegel“, verschweigen unbequeme Wahrheiten und schieben Entscheidungen auf aus Sorge, sonst nicht mehr gewählt zu werden. Deutschland wird seine selbst gesetzten Klimaziele 2020 krachend verfehlen; der Kohleausstieg kommt nicht recht voran. Wir Bürger, so der „Spiegel“, müssten heraus aus der Konsumenten- und Zuschauerrolle, uns selbst um die öffentlichen Belange kümmern und verantwortliche Politiker unterstützen.

Lokal handeln 

Ökostrom nutzen, den Strom- und Wärmeverbrauch reduzieren, öfters das Rad statt das Auto nehmen, auf nachhaltigen Konsum achten - das sind kleine Maßnahmen, aber sie sind immer noch besser, als das „gelähmte Nichtstun“. Jeder ist gefordert, auch die BERN. Sie bietet jedem Mitglied und Bürger Ökostrom an, setzt sich für Energieeffizienz und nachhaltigen Konsum ein, versucht die seit Jahren bei 1 Mio kWh stagnierende örtliche Solarstromerzeugung auszubauen und engagiert sich mit Beteiligungen an Windparkprojekten. Viele mögliche Standorte für PV-Freiflächen- und Windkraftanlagen stoßen leider oft auf Widerstand, weil betroffenen Bürgern nicht klar ist, wie nah wir der Klimakatastrophe schon gekommen sind.

Warum auch?

Die Wirtschaft wächst, die Löhne steigen, die Steuern sprudeln: es geht uns so gut wie nie, während (und weil?) wir zugleich die Lebensgrundlagen kommender Generationen mit unserem Wachstumswahn (wahrscheinlich unumkehrbar) zerstören.

Das war der „Kassandra“-Teil des Vorstandsberichts.

MyOdoo image and text block

BERN  

Was hat die BERN im Jahr 2017 auf die Reihe gebracht?

Auch sie ist gewachsen: Von 450 auf 462 Mitglieder mit nun 5.058 Geschäftsanteilen, beim Solarstrom auf 1,1 Mio kWh und beim Windstromanteil sogar auf 1,9 Mio kWh; damit hilft sie, der Umwelt fast 2.000 to CO2 zu ersparen. Der Gewinn ist auf 147.817 € angewachsen, die Rendite auf fast 10% und die gezahlten Steuern liegen höher als der ganze laufende Aufwand. Einem Eigenkapital von 2 Mio € stehen Schulden von nur noch 490.200 € gegenüber. In nicht einmal 3 Jahren könnte die BERN schuldenfrei sein, meinte Vorstand Heinz Sutter. Der Wert der PV-Anlagen liegt bei noch 1,8 Mio E und der Windpark-Beteiligungswert bei 0,6 Mio €. Am guten Ergebnis partizipieren die Mitglieder besonders über eine auf 6% angehobene Dividende. Viele Gründe also sich zu freuen.

Das Wasser im Wein zeigt sich beim Blick in die Zukunft: 2029 wird mit dem Wegfall der EEG-Vergütung der Umsatz schlagartig um rund 360.000 € einbrechen; da gilt es jetzt schon vorzusorgen mit neuen Investitionen und neuen Einnahmequellen. Unsere Mitglieder und alle Bürger sind aufgerufen jetzt schon BERN-Stromkunden werden, um den hier erzeugten Strom auch hier zu verbrauchen, bevor er mit vielleicht 2 – 3 Cent/kWh Erlös ab 2029 an der Strombörse „verramscht“ werden muss. 31 Kunden hat die BERN im 1. Halbjahr 2018 schon gewonnen, das Ziel liegt bei 300 bis in einigen Jahren. Ein neuer Flyer informierte die Mitglieder über die Vorteile der Ökostromnutzung. Bei den Investitionen rechnet die BERN mit weiteren 800.000 kWh Windstrom aus der Windparkbeteiligung im Südschwarzwald ab 2019 und zudem will sie die örtliche Solarstromproduktion mehr als verdoppeln. Das ist auch nötig, um den Ökostromanteil am wachsenden Strombedarf von Neuenstadt/Langenbrettach auf annähernd (nur) 10% zu bringen. Was wir hier an Ökostrom erzeugen und zugleich verbrauchen lohnt sich für die Umwelt und es lohnt auch wirtschaftlich: die Wertschöpfung kommt der BERN, ihren Mitgliedern und den beiden Kommunen zugute.

Vorstand K. Herdtweck berichtete über seine Erfahrungen mit dem Balkon- oder Gartenmodul, das auch Mietern ermöglicht, Solarstrom zu erzeugen, zitierte die Kommunale Energie-Agentur mit ihrem Hinweis, dass auf jedes geeignete Dach eine PV-Anlage gehöre und leitete so über zum Vortrag von Diplom-Physiker Jörg Sutter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie zum Thema: „Photovoltaik und Stromspeicher für die Energiewende“. (Vortrag PV und Batteriespeicher als pdf-Datei)

AR-Vorsitzender Norbert Heuser schloss die harmonische Versammlung und freute sich über zupackende Mitglieder, die im Nu Tische und Stühle weggeräumt hatten um die Stadthalle wieder für den Schulsport nutzen zu können.

Das Wichtigste in Kürze

Von den 462 Mitgliedern der BERN waren 74 Mitglieder mit 83 Stimmkarten erstmals wieder in der toll renovierten und energetisch sanierten Stadthalle zusammen gekommen, freundlich begrüßt vom gastgebenden BM und Aufsichtsratsvorsitzenden Norbert Heuser. Sie beschlossen die Verlesung einer Kurzfassung des Prüfungsberichts 2017 des Genossenschaftsverbands, nahmen Kenntnis von der Stellungnahme des Aufsichtsrats dazu und stellten den Jahresabschluss 2017 fest. Nach dem ausführlichen Bericht der beiden Vorstände Kurt Herdtweck und Heinz Sutter über das Geschäftsjahr 2017 und die ersten 6 Monate 2018 entlasteten sie den Aufsichtsrat und den Vorstand einstimmig und zeigten so ihre Zufriedenheit mit der Arbeit der verantwortlichen Personen wie der Geschäftsentwicklung insgesamt. Die 10. Versammlung und der mit 147.000 € bislang höchste Jahresgewinn waren Anlass, die Dividende diesmal auf 6% heraufzusetzen und dennoch 60.000 € in die Rücklagen einzustellen. AR-Vorsitzender Norbert Heuser stellte fest: „Unsere BERN steht mit guter örtlicher Wertschöpfung für die Idee des Bürgerstroms wie des Klimaschutzes.“ (Bericht folgt)

6% Dividende - Freistellungsaufträge anpassen

Die höhere Dividende wird den Mitgliedern nach dem 15. Juli ausgezahlt. Wer seinen Freistellungsauftrag anpassen möchte, sollte das bis zu diesem Datum noch tun. Vordrucke können bei der BERN-Geschäftsstelle per Email oder telefonisch (07139 9308680) angefordert werden.

BERN-Stromkunden

An der Generalversammlung erhielten die Mitglieder einen Flyer, der über die Vorzüge des Ökostromangebots der BERN informiert. Die Planung des Vorstands, jährlich etwa 60 Stromkunden zu gewinnen, ist bislang aufgegangen. Zum 30.6.1918 hatten sich 33 Mitglieder und Nichtmitglieder für eines der Ökostrom-Angebote der BERN entschieden. Der Stromabsatz mit fester EEG-Vergütung ist der BERN nicht auf ewig gesichert und der Klimawandel erfordert einen rascheren Ausstieg aus der Kohle. Gehen Sie ihn also zügig an, den Stromwechsel zur BERN und den Bürgerwerken.

Die Stromerzeugung im 1. Halbjahr 2018

beträgt bei den Photovoltaikanlagen 616.000 kWh und damit geringfügig weniger als im Vorjahr. Die vier Windkraftbeteiligungen melden eine leicht höhere Stromausbeute.

Ökostrom - Bürgerstrom - BERNstrom

Ökostrom = weniger Kohlestrom, weniger CO2, mehr Klimaschutz

Bürgerstrom = weniger Konzernstrom, weniger Großkraftwerke, mehr Dezentralität

BERNstrom = weniger Stromtrassen, weniger Anonymität, mehr Wertschöpfung vor Ort

Der Windpark Weißbach ist eine von 5 Windpark-Beteiligungen der BERN. Zusammen mit unseren 7 Solarstromanlagen hat die BERN eine Erzeugungskapazität von etwa 2,7 Millionen kWh/Jahr, genug, um rechnerisch rund 900 Haushalte mit Ökostrom zu versorgen. Im Verbund der Bürgerwerke eG sind wir mit über 80 anderen Energiegenossenschaften bundesweit in der Lage, zertifizierten Ökostrom als Haushaltsstrom, Wärmestrom oder Gewerbestrom zu liefern. In allen drei Bereichen hat die BERN bereits Kunden gewonnen. Warum nicht auch Sie?

Testen Sie unser Angebot und wechseln Sie zum Bürgerstrom, wechseln Sie zur BERN! Ihre Ansprechpartner sind Menschen von hier.

Was unterscheidet übrigens einen örtlichen Stromanbieter von anderen Anbietern? Er zahlt seine Steuern hier! Seit 2010 hat die BERN bereits 320.000 € für die Finanzierung öffentlicher Aufgaben beigesteuert; etwa die Hälfte kommt der örtlichen Kommune zugute.

Solarstromanlagen

Obwohl PV-Anlagen mittlerweile wieder Renditen von bis zu 7% erwirtschaften, ist der jährliche Zubau immer noch um 80% niedriger als in 2012. Bleiben die Zubauraten so niedrig, dauert es mindestens 170 Jahre, bis Deutschland die Wende zu 100% Erneuerbaren Energien schafft. Das meint zumindest die Sektion Niederbayern der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS). Wie sieht es bei uns aus? In Neuenstadt liegt der Stromverbrauch bei 54 Millionen kWh/Jahr, erneuerbar erzeugt werden ganze 7 Mio kWh (davon BERN 1 Mio kWh). In Langenbrettach liegt der Stromverbrauch bei 11 Millionen kWh/Jahr, erneuerbar erzeugt werden immerhin 3,2 Mio kWh (davon BERN 0,07 Mio kWh). Der jährliche Zubau ist in beiden Gemeinden mittlerweile eher gering! Auch wir müssen also mehr tun, die BERN mit weiteren PV-Anlagen (sie arbeitet dran), und möglichst jedes Mitglied mit seinem eigenen Beitrag.

Dachanlagen

Ungenutzte Dachflächen oder Balkongeländer sind für den Besitzer eine ungenutzte Strom- und Einnahmequelle und ein ungenütztes Stück Unabhängigkeit vom Strompreis. Doch leider gibt es diese „nackten“ Dächer und Balkone in Deutschland noch zur Genüge. Die DGS-Sektion Niederbayern  hat 2018 deshalb symbolisch zum „Jahr der PV-Anlage“ erklärt. Ein kostenloser PV-Kompass mit den wichtigsten Informationen soll Laien durch den Anschaffungs- und Installationsprozess leiten. Erhältlich ist die handliche Broschüre im DinA6-Format im Büro der DGS Sektion (Email: niederbayern@dgs.de ). Sie kann als pdf-Datei auch bei der BERN-Geschäftsstelle angefordert werden (Email: info@buergerenergie-raum-neuenstadt.de ).

Balkonmodule

Nicht jeder hat eine Dachfläche, aber als Mieter einen Balkon. Auf dem Markt sind Balkonmodule zwischen 120 Watt (kleine Module) und 300 Watt (große Module), die bei Südausrichtung in unserem Raum 1.000 Vollaststunden erreichen können. Sie speisen direkt in den Verbraucherstromkreis ein, kosten zwischen 400 – 600 € und amortisieren sich (je nach Höhe des Installationsaufwands) innerhalb von 10 Jahren. Ihr Betrieb ist aber noch immer in einer rechtlichen Grauzone. Nunmehr gibt es zwar eine „nationale Vornorm“ DIN VDE V 0100-551-1, die 2018 veröffentlicht werden und dann in die europäische Normung einfließen soll, der VDE hält aber dennoch eine Elektrofachkraft für die Beurteilung nötig, ob das Stromnetz einer Wohnung für den Anschluss eines PV-Moduls geeignet ist. Die BERN testet ein solches Gerät und kann noch keine sichere Empfehlung geben. Wer sich näher informieren möchte, dem wird folgender Link nutzen: http://www.heidelberger-energiegenossenschaft.de/projekte/balkonmodule/faqs-balkonmodule


Endlich Glück gehabt beim Windstrom

Die jüngste Windparkbeteiligung der BERN folgt dem Prinzip, nicht alles auf einen Standort zu setzen und nutzt erstmals einen solchen außerhalb der Region. 7 Anlagen mit 23,1 MW Leistung umfasst der Windpark „Länge“ bei Geisingen im Südschwarzwald, ist seit Ende 2016 immissionsschutzrechtlich genehmigt und hat 2017 in 4 Ausschreibungen keinen Zuschlag erhalten. Kein Projekt übrigens aus ganz Baden-Württemberg. Anders jetzt bei der ersten in 2018 und als einziges in BW und damit kann es nun losgehen mit dem Bau. Der Gebotspreis betrug 5,19 Cent/kWh (der höchste 5,28 Cent und der niedrigste für einen norddeutschen Standort gar 3,80 Cent) und macht deutlich, wie wirtschaftlich die Windstromerzeugung geworden ist – allerdings auch, wie schmal die Renditen mittlerweile sind. Der BERN-Anteil am Projekt beträgt 1,8% und ist gut für eine Jahreserzeugung von rd. 850.000 kWh, wobei damit alle BERN-Windkraftbeteiligungen auf 2,7 Mio kWh Erzeugungskapazität kommen dürften. Die BERN tut was für mehr Ökostrom in unseren Stromnetzen. Tun Sie auch etwas für mehr Ökostrom (und weniger Kohlestrom) in Haushalt und Gewerbe und nutzen Sie unser Stromangebot im Bürgerwerke-Verbund: Bürgerstrom für Neuenstadt und Bürgerstrom für Langenbrettach!

Ökostrom - auch die örtliche Solarstromerzeugung soll wachsen

Im Januar und Februar haben die Solarstromanlagen mit 76.000 kWh etwa gleich viel produziert wie im im Vorjahr. Die Windkraftbeteiligungen melden dafür beträchtlich höhere Zahlen mit Steigerungen von 37% im Januar und 17% im Februar. Sonnen- und Windkraft ergänzen sich im Jahresverlauf bestens, wobei für eine annähernd gleichgewichtige Erzeugung die 1,1 MWp große Solarstromkapazität der BERN verdoppelt werden müsste. Die BERN arbeitet daran, dass dies möglichst bald geschieht, denn die installierte PV-Leistung in Neuenstadt wächst nur ganz minimal. Die erneuerbaren Energien haben hier einen Anteil von konstant 13 -14%  am Stromverbrauch (7 Mio KWh von 54 Mio kWh) und der muss dringend steigen.  Außerdem – wer E-Mobilität mit Kohlestrom betreiben will, beschleunigt den Klimawandel statt ihn zu bremsen. An mehr Ökostrom führt auch da kein Weg vorbei.

Ökostrom - der örtliche Verkauf hat begonnen

Seit Januar verkauft die BERN über ihren Partner Bürgerwerke eG zertifizierten Ökostrom an ihre Mitglieder und darüber hinaus alle Einwohner des Verwaltungsraums. In nur wenigen Wochen sind schon über 100.000 kWh unter Vertrag. Der Bürgerstrom-Haushaltstarif hat einen Brutto-Arbeitspreis von 28 Cent/kWh und einen monatlichen Grundpreis von 8,90 €, ist fix bis 31.12.18 und kündbar mit Monatsfrist zum Monatsende. Faire Konditionen also, Selbstkostendeckung als Prinzip und mit der BERN einen Ansprechpartner vor Ort! Auf der Homepage www.buergerenergie-raum-neuenstadt.de finden Sie nähere Informationen und mit dem Tarifrechner gleich eine Möglichkeit, online zu wechseln. Schriftliche Angebote können bei der BERN angefordert werden auf dem Rathaus und unter Tel. 6324, ebenso die Tarife für Wärme- und Gewerbestrom. Zeigen Sie der Kohleverstromung und dem CO2 –Anstieg die Rote Karte und wechseln Sie zu Ökostrom. Die Klimaverschlechterung wird nicht mit Reden gebremst, sondern mit Taten.

Ökostrom - was bewirkt der Wechsel?

Gar nichts, meinen manche, denn aus der Steckdose kommt der gleiche Strommix mit rund 40% Kohlestromanteil. Stimmt und stimmt doch nicht. Steigende Nachfrage lässt die Ökostromerzeugung wachsen. Der Ökostromanteil steigt, der Kohlestromanteil sinkt, und das muss sein, wenn die Klimaschutzziele erreicht werden sollen. Die Produktion von Ökostrom wird mit steigender Nachfrage  immer billiger: seit Jahren sinken die Kosten bei Wind – wie Solarstrom rasant.

Ökostrom - da spart man sich das Stromsparen?

Falsch. Auch Ökostrom gibt es nicht zum ökologischen Nulltarif. Alle Anlagen zur erneuerbaren Erzeugung von Strom benötigen Fläche und je weniger Standorte wir dafür beanspruchen müssen, desto besser. Und wenn künftig mehr Strom für unsere Mobilität eingesetzt wird, muss viel weniger Strom für andere Zwecke verwendet werden. Davon gehen alle wissenschaftlichen Szenarien zum künftigen Strombedarf aus. In den Haushalten lohnt sich das Stromsparen enorm: 100 kWh weniger bedeuten rund 28 € mehr in der Tasche! Es ist Fastenzeit: auch da ist weniger oft mehr!

"Stromfasten" - geht das?

Die närrische Zeit ist zu Ende. Ein wenig närrisch kommt dafür aktuell die Filmkomödie "Downsizing" daher mit der Idee, alle 7,5 Milliarden Menschen auf Zwergengröße zu schrumpfen, um das Überleben der Menschheit im Klimawandel zu sichern. Regisseur A. Payne beruft sich auf Wissenschaftler, nach deren Meinung alles, was wir real jetzt noch tun, "ungefähr so wirkungsvoll sein wird, wie das Herumrücken der Stühle auf dem Deck der Titanic."  Es gibt Filme, die vielleicht weniger witzig sind, aber mehr Mut zum Handeln machen (Power to Change oder, Tomorrow- Die Welt ist voller Lösungen oder Al Gore's Immer noch eine unbequeme Nachricht - die Zeit läuft).

Und sie läuft auch ab, weswegen wir - jeder von uns - schon zum Handeln kommen müssen. Zum Beispiel auf Ökostrom umstellen und jetzt, in der Fastenzeit besonders: das Stromsparen einüben. "Jede eingesparte Kilowattstunde hilft, die Umwelt weniger zu belasten", meint Prof.Dr. M. Faulstich von der TU Clausthal.  Nützliche Tipps finden Sie bei www.vzbv.de, www.die-stromsparinititative.de, www.co2online.de, www.energiesparkonto.de, www.dena.de. Kompakt und empfehlenswert ist auch das Buch: EINFACH ÖKO - von Marcus Franke und Monika Götze, erschienen im oekom Verlag, München.

Und wenn er dabei leichter wird, unser mittlerweile im Schnitt fast 11 to schwerer europäischer CO2 -Fußabdruck, dann hat sich das Stromfasten gelohnt - für die Umwelt und für sich selbst: mit einem guten Gewissen. Problem dabei? Es hilft, ist aber nach außen nicht sichtbar. 

1.868.500 kWh Windstrom

kann sich die BERN aus ihren bislang 4 Beteiligungen an verschiedenen regionalen Windparks für das Jahr 2017 zurechnen. Das ist eine Verdoppelung zum Vorjahr, nicht nur, weil nun alle Anlagen fast ganzjährig in Betrieb waren, sondern auch, weil 2017 ein sehr gutes Windjahr war.  In wirtschaftlicher Hinsicht dürfte damit ein weit besseres Ergebnis als 2016 zu erwarten sein.  Mit rund 2.600 to CO2 -Vermeidung  ist das zudem ein schöner und dringend nötiger Beitrag zum Klimaschutz.

Mit dem Solarstrom zusammen wurden insgesamt 2.971.800 kWh Ökostrom erzeugt. Damit könnte die BERN rechnerisch jedes Jahr rund 1.000 örtliche Haushalte versorgen.

Auch 2018 hat sich gut angelassen. Der Windpark Weißbach liegt im Januar 37% und im Februar 17% über dem Plansoll und hat in beiden Monaten 9.040.000 kWh Strom erzeugt. Ebenso positiv ist es bei den anderen Windparks gelaufen. Die BERN partizipiert mit ihrem jeweiligen Anteil. 

1.103.000 kWh Solarstrom

 haben die sieben PV-Anlagen der BERN im Jahr 2017 erzeugt. Das sind rund 86.000 kWh mehr als im Vorjahr, obwohl der Dezember nicht sehr ertragreich war.  Das wirtschaftliche Ergebnis fällt ebenfalls besser aus als im Vorjahr und - wichtig für den Klimaschutz - die vermiedene CO2 -Emission steigt auf rund 1.500 to. Im Januar und Februar 2018 wurden 76.000 kWh Strom erzeugt, etwa genau so viel wie 2017.

Blitzstart beim Bürgerstrom

Die BERN hat ihren Newsletter zu Weihnachten versandt und bis zum Jahresende schon 5 Kunden zu den bereits vorhandenen 3  hinzu gewonnen. Mitte März hat die BERN mehr als 20 Kunden und beliefert sie mit Haushaltsstrom,  Wärmestrom und für Betriebe mit Gewerbestrom. Mehr als 100.000 kWh Ökostrom sind ein schöner Anfangserfolg.  Das Konzept der Bürgerwerke, auf Selbstkostenbasis und nicht gewinnorientiert zu arbeiten und die Wertschöpfung dort entstehen zu lassen, wo die erneuerbaren Energien erzeugt werden (also auch hier bei uns), überzeugt so manches Mitglied. Es dürfen aber gerne noch mehr werden - also wechseln Sie: zu Bürgerstrom von der BERN! Als "Anfänger" im Stromgeschäft sind wir auf die Resonanz unserer Mitglieder angewiesen. Wenn wir etwas falsch machen, beschweren Sie sich und wenn wir etwas besser machen könnten, sagen Sie es uns. Wir lernen gerne dazu. Wenn wir nicht wissen, was unsere Mitglieder von einem Wechsel zum Bürgerstrom abhält, können wir nicht reagieren. Also haben Sie keine Scheu, uns Ihre Beweggründe zu nennen; wir werden stark, wenn wir es gemeinsam angehen.  

Bürgerwerke erhalten Preis !

Der Deutsche Engagementspreis in der Kategorie "Leben bewahren" wurde von einer 12köpfigen Jury verliehen und am Internationalen Tag des Ehrenamts im Berliner Kanzleramt übergeben. Die Jury würdigte die Bürgerenergie-Gemeinschaft, weil sie die lokale Lieferung von selbst erzeugtem Ökostrom ermöglicht und dem ehrenamtlichen Engagement der Genossenschaften eine Perspektive bietet. Bundesfamilienministerin Katarina Barley sieht in den Preisträgern "wichtige Vorbilder für eine tolerante, gerechte und solidarische Gesellschaft". Die Bürgerwerke-Vorstände Kai Hock und Felix Schäfer nahmen den Preis entgegen und bekennen: Der Engagementpreis gehört den über 12.000 engagierten Menschen unserer Bürgerwerke-Gemeinschaft.

Als eine der über 70 die Bürgerwerke tragenden Genossenschaften darf sich auch die BERN und dürfen sich ihre 450 Mitglieder über die renommierte Auszeichnung freuen.

BERN bietet Bürgerstrom !

Mitglieder wie Einwohner oder Gewerbebetriebe können ab sofort zertifizierten Ökostrom beziehen. Die Kooperation der BERN (und über 70 anderen Bürgerenergiegesellschaften) mit der Bürgerwerke eG aus Heidelberg macht's möglich. Gemeinsam vor Ort Ökostrom erzeugen und gemeinsam auf kurzem Wege vor Ort auch verbrauchen, die Wertschöpfung also in der eigenen Kommune lassen, das ist die Idee, die dahinter steht.  Und, fast noch wichtiger: wenn mehr Ökostrom nachgefragt wird, geht die Nachfrage nach Kohlestrom zurück und die CO2 -Belastung der Atmosphäre sinkt rascher als bisher. Das muss sie auch, wenn wir unseren Nachkommen ähnlich angenehme klimatische Verhältnisse hinterlassen wollen, wie sie unsere Vorfahren hatten und wie wir sie (nach 160 Jahren Industriezeitalter zwar bedroht aber immer noch) haben. Die gemeinschaftliche Ökostromerzeugung vor Ort ist seit sieben Jahren wirtschaftlich ein gutes Geschäft; ein Grund mehr, für den eigenen Strombedarf nun auch Ökostrom einzusetzen, selbst wenn er nicht ganz so „billig“  sein sollte, wie der Strommix mit seinen immer noch über 40% Kohlestrom-Anteil. Die Entscheidung für Ökostrom ist zudem Ihr Beitrag, diese Dividende langfristig zu sichern. Die EEG-Vergütung hat ja ein Verfallsdatum und läuft  auch einmal aus! Vorstand Kurt Herdtweck nutzt den Bürgerstrom seit einem Jahr selbst und sagt: "Ich kann ihn guten Gewissens allen Mitgliedern und Einwohnern empfehlen. Ökostrom ist die bessere Alternative zu vermeintlich billigen Strommix-Angeboten, die auch nur deswegen günstiger scheinen, weil das CO2 (wettbewerbswidrig) leider keinen Preis hat.  Billig kommt uns Menschen aber in Zukunft teuer zu stehen. Die Entscheidung für Bürgerstrom kennzeichnet eine Haltung, der nicht der kurzfristige Vorteil des vermeintlich Billigen wichtig ist, sondern was für Mensch und Umwelt mittel- und langfristig die beste Wahl ist."

Wer sich unabhängig informieren möchte, sollte einen Blick auf das neutrale Portal www.utopia.de  werfen. Die Homepage der Bürgerwerke zu besuchen ist ebenfalls empfehlenswert: www.buergerwerke.de  und wie es konkret weiter geht, zeigt Ihnen ein Klick auf den Reiter "Bürgerstrom" in der unserer Navigationsleiste.

Danach fällt der Schritt leicht,  zu unserem Bürgerstrom zu wechseln: ganz einfach online über den Reiter "Tarifrechner" . Warum noch warten?    

Geschäftsstelle der BERN

Für Mitglieder und Interessenten hat die BERN natürlich an ihrem offiziellen Sitz auf dem Rathaus Hauptstr. 50 in Neuenstadt eine Anlaufstelle  (Zimmer Nr. 17, Tel. 9711). Wie bisher kann sich jeder auch an die ehrenamtlichen Vorstände Kurt Herdtweck, Neuenstadt und Heinz Sutter, Langenbrettach wenden, ab Januar 2018 zudem an die neu eingerichtete Geschäftsstelle in der Cleversulzbacher Str. 89 (TSV-Sportheim).  Sie wird von Frau Ines Schöll betreut, die sich in der Regel mittwochs von 9.00 – 11.00 Uhr nach Terminabsprache Ihren Anliegen widmen wird. Kontakt: Email: info@buergerenergie-raum-neuenstadt.de , Telefon:  07139 9308680 am Mittwoch von 9.00 - 11.00 Uhr, ansonsten Anrufbeantworter nutzen

Unwetterschaden an PV-Anlage behoben

Die Gewalt des orkanartigen Unwetters am Abend des 18.7. beschädigte sechs Module der PV-Anlage auf dem Landerer-Dach, gelegen an der exponiertesten Stelle, der westlichen Dachkante. Zudem wurden einige Modulreihen leicht verschoben. Am nächsten Tag schon waren Monteure der Fa. Widmann-Energietechnik vor Ort um die Module zu sichern und die Reparatur in die Wege zu leiten. Der Schaden war rasch behoben und hielt sich mit Kosten von  2.000 € in Grenzen. Die Versicherung hat ihren Anteil übernommen. Die Anlage ist ohne wesentlichen Ertragsausfall geblieben. Die  übrigen Anlagen der BERN waren nicht betroffen.

Windparkprojekt „Länge“ weiter in der Warteschleife

Auch bei der dritten Windkraft-Ausschreibungsrunde hat das immissionschutzrechtlich genehmigte Beteiligungsprojekt der BERN keinen Zuschlag erhalten, übrigens wiederum kein einziges Projekt in ganz Baden-Württemberg. Der Löwenanteil entfiel wiederum auf den Osten und Norden und betraf überwiegend noch gar nicht genehmigte Projekte sogenannter Bürgerenergiegesellschaften. Ob der dadurch entstehende Investitionsstau bei den sowieso schon gedeckelten Zubaumengen sowie die völlig unausgewogene regionale Verteilung der Zuschläge Intention des Gesetzgebers waren und im Sinne einer raschen Energiewende sind? Ein Ziel jedenfalls wurde erreicht: der Preis pro kWh ist gegenüber der ersten Ausschreibung um über einen Cent auf im Schnitt 4,28 Cent gesunken. In der vierten und fünften Runde sind 2018 nur noch genehmigte Projekte zugelassen. Ob das die Chancen für das BERN-Beteiligungsprojekt erhöht ist ungewiss, zumal die regionale Benachteiligung (mangelnder Ausgleich für windschwächere Standorte) bestehen bleibt. Eine nicht nur geschäftsführende Regierung, die das ändern könnte, ist ja noch über Monate hinweg nicht in Sicht. Die Windbranche wird von dieser unguten Situation schwer gebeutelt und das BERN-Projekt liegt auf Eis.

9. Generalversammlung 2017 - Nachlese

Solarmodule sind mittlerweile so günstig geworden, dass sich ihr Einsatz nicht wegen der (stark gesunkenen) Einspeisevergütung lohnt, sondern wegen des möglichen Eigenverbrauchs. So lässt sich ein Teil des viel teureren Bezugsstroms ersetzen. Auch für Mieter gibt es eine Kleinlösung. Sie wurde auf der Generalversammlung vorgestellt.

MyOdoo CMS- Sample image floating

Balkonmodul oder DGS-Solarrebell

Balkon- oder Gartenmodule sind handliche und flexible Formate, die z.B. aus zwei Modulen monokristalliner Solarzellen bestehen mit jeweils einer Nennleistung von 120 Watt. Mit ihnen könne bei Südausrichtung etwa 240 kWh Strom/a erzeugt und per Stecker/Steckdose ins Hausnetz eingespeist werden. Kostenpunkt: 400 – 600 €.

Die gemeinnützige Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie nennt das von ihr beworbene Balkonmodul „DGS-SolarRebell®“. Rebell auch deswegen, weil es erheblichen Widerstand gegen die einfache Montage per Stecker gebe. 2017 soll endlich eine neue VDE-Norm kommen, aber ob die geforderte Bagatellgrenze aufgenommen wird oder nicht, ist weiter umstritten. In Holland und Österreich sollen solche Geräte schon zu Tausenden problemlos installiert und betrieben werden. Greenpeace Energy glaubt, dass diese Module auch in Deutschland einmal bundesweit mehrere Gigawatt Strom erzeugen könnten. Die BERN hat ein solches Modul von der Heidelberger BEG beschafft und wird es testen, auch in der Hoffnung, dass die Bagatellgrenze noch in diesem Jahr kommt.

BERN – Klimaschutz (nur) durch erneuerbare Energieerzeugung?

Die BERN hat sich 7 Jahre lang hauptsächlich auf die Energieerzeugung konzentriert, selbst oder durch Beteiligungen, lokal wie regional. Das war erfolgreich, aber reicht es, den verhängnisvollen CO2 -Anstieg in der Atmosphäre nicht nur mit zu begrenzen, sondern mit herunterzufahren? Nein, es reicht nicht. Weltweit steigen die Emissionen noch immer. Deutschland hat seit 1990 einen Pfad nach unten eingeschlagen, in den letzten beiden Jahren aber wieder zugelegt. Es reicht wohl nicht, sich nur um die Erzeugung erneuerbarer Energie zu kümmern. „Wir müssen uns auch auf andere Wege besinnen, um der existenziellen Bedrohung menschenwürdigen Lebens auf der Erde zu begegnen“, meinte der Vorstand. Die Satzung der BERN fordere, generell Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes vor Ort wie regional zu ergreifen. Die BERN arbeite daran, sieht sich aber auf das Mitwirken ihrer Mitglieder angewiesen. Ohne persönliche Verhaltensänderung wird es nicht funktionieren, so rasch wie nötig von 11 to auf 1 to CO2 - Ausstoß pro Person zurückzufahren. Es sind oftmals kleine und leicht leistbare Dinge wie mehr Lebensmittel aus ökologischem Anbau und weniger Fleisch, mehr Fahrrad fahren und weniger Auto, mehr Ökostrom aber weniger Stromverbrauch, und, und und .... Mit dem Referat der Bürgerwerke eG möchte die BERN eine Möglichkeit vorstellen, sich auch privat mit einem Stromprodukt für den Klimaschutz zu engagieren, das von einer Genossenschaft bereitgestellt wird, die nicht gewinnorientiert arbeitet. Eventuelle Überschüsse kommen den Mitgliedern, also auch der BERN zugute. Und die BERN hat, nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung, einen Abnehmer für ihren erzeugten Strom, der faire Preise zahlt.

Wer zum Bürgerstrom wechseln möchte, kann dies ganz einfach über den Button "Tarifrechner" in der Navigationsleiste anstoßen.

Referat Bürgerwerke eG

Vorstandsmitglied Kai Hock stellte die junge Genossenschaft den Mitgliedern der BERN vor:

Die Bürgerwerke sind ein Verbund von derzeit 70 Energiegenossenschaften aus ganz Deutschland. Insgesamt stehen diese für über 12.000 engagierte Energiebürger und über 400 dezentrale Kraftwerke in Bürgerhand. Gemeinsam machen wir Energiewende.  Die Bürgerwerke bündeln die Stromerzeugung aus Bürgerenergieanlagen, damit wir Bürger uns unabhängig von Energiekonzernen mit Bürgerstrom versorgen können. So schließen wir regionale Kreisläufe und die Wertschöpfung verbleibt vor Ort.

Im Netzwerk der Bürgerwerke kann jeder die Energiewende aktiv mitgestalten – sei es durch Strombezug aus Bürgerenergieanlagen, als Mitglied einer Energiegenossenschaft oder als Eigenerzeuger.

Die Bürgerwerke befinden sich zu 100% im Eigentum von Energiegenossenschaften. Sie streben keinen Gewinn an und arbeiten zu Selbstkosten. Damit verbleibt die gesamte Wertschöpfung bei den Energiegenossenschaften vor Ort, die damit neue Erneuerbare-Energien-Anlagen bauen und weitere Energiewende-Projekte umsetzen können.

(Weitere Informationen unter: www.buergerwerke.de).

AR-Vorsitzender Norbert Heuser wies abschließend nochmals auf die Vorteile der Ökostromnutzung und der Kooperation BERN-Bürgerwerke hin,  machte aber auch deutlich, dass es jedem Mitglied natürlich frei stehe, sich für einen Energieversorger eigener Wahl zu entscheiden. Er dankte dem Referenten und übergab ein Geschenk.

 

DSC_0030.JPG

9. ordentliche Generalversammlung 2017

Das Wichtigste in Kürze

Von den 450 Mitgliedern der BERN waren 61 Mitglieder mit 63 Stimmkarten in der schönen Gemeindehalle Kochertürn zusammen gekommen, freundlich begrüßt vom gastgebenden BM und Aufsichtsratsvorsitzenden Norbert Heuser. Sie beschlossen die Verlesung einer Kurzfassung des Prüfungsberichts 2016 des Genossenschafts-Verbands, nahmen Kenntnis von der Stellungnahme des Aufsichtsrats dazu, stellten den Jahresabschluss 2016 fest, beschlossen wieder eine Dividende von 5,00% und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat. Vorausgegangen war der ausführliche Bericht der beiden Vorstände Kurt Herdtweck und Heinz Sutter über das Geschäftsjahr 2016 und die ersten 6 Monate 2017. Die jeweils einstimmig gefassten Beschlüsse zeigten, dass die Mitglieder mit der Arbeit der verantwortlichen Personen wie der Geschäftsentwicklung insgesamt zufrieden waren. AR-Vorsitzender Norbert Heuser konnte feststellen: „Unsere BERN steht mit guter örtlicher Wertschöpfung für die Idee des Bürgerstroms wie des Klimaschutzes.“ (Bericht folgt)

Die Dividende wurde den Mitgliedern am 31. Juli 2017 ausgezahlt. Insgesamt hat die BERN 75.720 € ausgeschüttet, das sind rund 60% des Gewinns nach Steuern.

mehr >>

Solarstrom- und Windstromerzeugung 2017 legen zu

Das erste Halbjahr hat sich gut angelassen: mit 626.5000 kWh wurden bereits 113.000 kWh mehr Solarstrom erzeugt, als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Mit dazu beigetragen hat auch die Reinigung von knapp 3.000 Modulen auf dem Dach der Landerer-Anlage im Spätjahr 2016.  Die turnusmäßige Wartung aller Solarstromanlagen ist erfolgt und hat aufgezeigt, dass sie einwandfrei funktionieren. Die guten Erträge haben angehalten, sodass bis Ende Oktorber 1.067.000 kWh Solarstrom ins Netz eingespeist werden konnten.

Bei den Windkraftbeteiligungen ist die Steigerung noch viel kräftiger, weil nun vier Anlagen voll in Betrieb sind. Im ersten Halbjahr entfallen von der Gesamterzeugung auf die BERN mit 904.000 kWh bereits mehr, als im ganzen Jahr 2016. Ohne diesen Sondereffekt zeigt das Windjahr 2017 bislang eine etwa 10 -15% niedrigere Ausbeute als im Vorjahr.

 

BERN eG und Bürgerwerke eG kooperieren beim Ökostrom

Seit 2016 ist die BERN Mitglied bei den Bürgerwerken in Heidelberg. Diese bündeln das Interesse von mittlerweile über 70 Bürgerenergiegenossenschaften (BEG) deutschlandweit, nicht nur Strom regenerativ vor Ort zu erzeugen, sondern ihn auch dezentral vor Ort zu vermarkten. Alleine ist das nicht zu schaffen, im Verbund und genossenschaftlich aber schon. Die Bürgerwerke stehen also für eine erneuerbare und dezentral organisierte Energieversorgung in Bürgerhand. Ihr Stromprodukt ist zertifiziert und ihr Konzept schon mehrfach als preiswürdig befunden. Der im Oktober 2016 verliehene Deutsche Solarpreis ist nur ein Beispiel. Vorstand Kai Hock hat die Bürgerwerke eG den Mitgliedern in der Generalversammlung vorgestellt und ist mit diesem Stromvermarktungskonzept auf gutes Interesse gestoßen. BERN-Vorstand Kurt Herdtweck empfahl den Mitgliedern, das Stromangebot der Bürgerwerke eG zu prüfen und bei Gefallen zu nutzen.  Wer Ökostrom (über die BERN) erzeugt, sollte konsequent auch selbst Ökostrom in Haushalt oder Betrieb verwenden. Wenn das viele tun, ist das auch zum Vorteil der BERN, die einen guten Stromabnehmer hat und von der Kooperation finanziell ein wenig profitiert. Wer sich also näher informieren möchte, sollte einen Blick auf das neutrale Portal www.utopia.de und die Homepage werfen: www.buergerwerke.de .

Wer zu unserem Bürgerstrom wechseln möchte, kann das ganz einfach über den Button "Tarifrechner" in der Navigationsleiste anstoßen.  

 

Solar- und Windstromerzeugung 2016

Solarstromerzeugung knapp über 1,0 Mio kWh  

1.016.575 kWh Solarstrom haben die Anlagen der BERN im Jahr 2016 erzeugt, rund 100.000 kWh weniger als im Vorjahr. Ins Stromnetz wurden 1.005.498 kWh eingespeist, 11.077 kWh wurden unmittelbar zum „Direktverbrauch“ an die Gemeinde Langenbrettach für die Grundschule und den Kindergarten Brennofenstraße geliefert. Von der Gesamtstrommenge entfallen 903.211 kWh auf die Landerer-Anlage und 113.364 kWh auf die übrigen 6 Anlagen. Die CO² - Ersparnis schlägt auf der Grundlage des EnBW-EnergieMix mit 335 to zu Buche. Das wirtschaftliche Ergebnis liegt nur leicht unter dem des Vorjahres, was eine ähnlich hohe Dividende erwarten lässt. 

854.000 kwh Windstrom aus Beteiligungen

Die BERN ist an 4 Windparks beteiligt, davon waren zwei in 2016 ganzjährig in Betrieb und haben mehr Strom produziert, als prognostiziert, zwei weitere sind erst im Laufe des Jahres (verspätet) in Betrieb gegangen und haben den Prognosewert weit unterschritten. Der BERN-Anteil an der Stromerzeugung beträgt am Windpark

Großer Wald Buchen    231.400 kWh (erwartet waren 195.200 kWh)

Bernhardswinden         164.400 kWh (erwartet waren 156.400 kWh)

Kirchberg II                   199.600 kWh (erwartet waren 400.000 kWh)

Weißbach                      258.900 kWh (erwartet waren 900.000 kWh)

DSC_0030.JPG

8. ordentliche Generalversammlung

Das Wichtigste in Kürze

Von den 451 Mitgliedern der BERN waren 58 Mitglieder mit 70 Stimmkarten in der Gemeindehalle Brettach zusammen gekommen, freundlich begrüßt vom gastgebenden BM Timo Natter. Sie beschlossen die Verlesung einer Kurzfassung des Prüfungsberichts 2015 des Geno-Verbands, nahmen Kenntnis von der Stellungnahme des Aufsichtsrats dazu, stellten den Jahresabschluss 2015 fest, beschlossen wieder eine Dividende von 5,00% und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat jeweils einstimmig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats, Norbert Heuser, Timo Natter, Katrin Burkhardt und Mathias Scheuber wurden für weitere drei Jahre ohne Gegenstimme gewählt. Einstimmig wurde auch die vorgesehene Kreditaufnahme von 160.000 € zur Finanzierung einer weiteren Beteiligung an einem Windpark bestätigt.

Vorausgegangen war der ausführliche Bericht der beiden Vorstände Kurt Herdtweck und Heinz Sutter über das Geschäftsjahr 2015 und die ersten 5 Monate 2016. Die Mitglieder waren zufrieden und sahen keinen Diskussionsbedarf, sodass AR-Vorsitzender Norbert Heuser feststellen konnte: „Unsere BERN ist weiter auf gutem Weg.“

mehr >>

Weißbach160212Betonage-3.jpg

Beteiligung Windkraft Weißbach

5 Vestas V 126 Windkraftanlagen entstehen kocheraufwärts  im Windpark Weißbach, einem Projekt, an dem sich auch die BERN beteiligt hat.

Bereits Ende Oktober sind die ersten Bagger gerollt. Es wurde die interne Parkverkabelung zwischen den Windenergieanlagen als erster Bauabschnitt größtenteils mit einem Kabelpflug verlegt. Die windparkinternen Erd- und Wegebauarbeiten sind bereits weitgehend abgeschlossen. Derzeit finden die externen Wegearbeiten statt.  Im 1. Quartal 2016 wurden die externen Kabeltrasssen verlegt und die Fundamentarbeiten durchgeführt. Derzeit laufen die Arbeiten für die Anlieferung der Windenergieanlagen. Ziel ist eine Inbetriebnahme zum 30. Juni 2016.  

Kirchberg_LAND_02wind2_4C_1030467032.jpg

Beteiligung Windkraft Kirchberg II

An der Autobahn 6 bei Kirchberg wachsen stählerne Riesen in den Himmel: Der Aufbau von insgesamt acht Windrädern der 200-Meter-Klasse hat noch im März begonnen. Rund 50 Spezialisten aus ganz Europa setzen die Einzelteile der Windräder vom Typ Vestas an Ort und Stelle zusammen. Bei günstigen Bedingungen ist das Riesen-Puzzle in erstaunlich kurzer Zeit erledigt: Für die erste Anlage brauchten die Profis nur einen Tag und eine Nacht. Die Kraft des Windes soll auch recht schnell in Strom verwandelt werden: Das erste Windrad geht voraussichtlich schon in zwei Wochen ans Netz Bis spätestens Mitte Mai sollen alle acht Anlagen im Windpark Kirchberg stehen und dann pro Jahr rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom liefern.

Solar- und Windstromerzeugung 2015

Solarstromerzeugung über 1,1 Mio kWh  

1.113.342 kWh Solarstrom haben die Anlagen der BERN im Jahr 2015 erzeugt, rund 20.000 kWh mehr als im Vorjahr. Ins Stromnetz wurden 1.101.876 kWh eingespeist, 11.466 kWh wurden unmittelbar zum „Direktverbrauch“ an die Gemeinde Langenbrettach für die Grundschule und den Kindergarten Brennofenstraße geliefert. Von der Gesamtstrommenge entfallen 991.304 kWh auf die Landerer-Anlage und 122.048 kWh auf die übrigen 6 Anlagen. Die CO2 - Ersparnis schlägt auf der Grundlage des EnBW-EnergieMix mit 368 to zu Buche. Das wirtschaftliche Ergebnis liegt leicht über dem des Vorjahres, was eine ähnlich hohe Dividende erwarten lässt. Darüber entscheiden die 451 Mitglieder selbst in der Generalversammlung am Freitag, den 3. Juni 2016. Bitte Termin vormerken.

417.000 kwh Windstrom aus Beteiligungen

Die BERN ist an 4 Windparks beteiligt, davon waren zwei in 2015 ganzjährig in Betrieb und haben beträchtlich mehr Strom produziert, als prognostiziert. Der BERN-Anteil beträgt am Windpark

Großer Wald Buchen    245.000 kWh (erwartet waren 195.200 kWh)

Bernhardswinden         171.700 kWh (erwartet waren 156.400 kWh).

5% Dividende

wurden für das Geschäftsjahr 2014 an die Mitglieder Ende Juni nach Beschluss der Generalversammlung mit insgesamt 70.425 € ausgeschüttet.

mehr >>

Software image and text block

7. ordentliche Generalversammlung

Von den 438 Mitgliedern der BERN waren 61 Mitglieder mit 74 Stimmberechtigungen in der Energiefabrik der Fa. Widmann Solartechnik im Neuenstadter GIK

mehr >>

Jahresabschluss 2014 und Generalversammlung 2015

Bilanz und Erfolgsrechnung sind fertig gestellt und die gesetzliche Prüfung durch den Genossenschaftsverband wird noch im Laufe des Monats April statt

mehr >>

Windstromerzeugung 2014 und Beteiligungen

Die 5 Windkraftanlagen unserer Beteiligung in Buchen-Hettingen laufen gut und haben in dem recht windschwachen Jahr 30,7 Mio kWh Strom erzeugt.

mehr >>